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Kremmens Erntefest wird ums Regionalparkfest erweitert

Planen das Ernte- und das Regionalparkfest zusammen: Sebastian Busse, Dirk Jöhling, Peter Leys, Kerstin Rosen und Andrea Busse
Planen das Ernte- und das Regionalparkfest zusammen: Sebastian Busse, Dirk Jöhling, Peter Leys, Kerstin Rosen und Andrea Busse © Foto: Marco Winkler
Marco Winkler / 05.06.2019, 15:45 Uhr - Aktualisiert 05.06.2019, 17:06
Kremmen/Oberkrämer (MOZ) Kremmens Erntefest kann in diesem Jahr mit einer Neuerung aufwarten: Die traditionelle Veranstaltung wird um ein Regionalparkfest erweitert. Oberkrämer und Kremmen rücken damit touristisch noch näher zusammen.

Möglich macht das ein in diesem Jahr erstmals von der Landesplanung Berlin-Brandenburg vergebener Zuschuss an alle neun Regionalparks in Höhe von 250 000 Euro. Der Regionalpark Krämer Forst stellte Anfang des Jahres einen Antrag auf eine Finanzspritze. Die bewilligten 23 000 Euro (zehn Prozent muss der Verein als Eigenanteil zusteuern) fließen nun in eine neue Veranstaltung: das Regionalparkfest. Es wird sich dem Erntefest in Kremmen anschließen.

Dirk Jöhling, der Vorsitzende des Fördervereins Regionalpark Krämer Forst, zählt die Vorteile der Symbiose auf: "Wir haben hier eine fest etablierte Veranstaltung mit Profis, die diese seit Jahren organisieren. Und die Location ist super." Gemeint ist das Scheunenviertel. "Es passt einfach alles zusammen."

Andrea Busse, verantwortlich für die touristische Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Kremmen, will den Regionalpark-Gedanken in den Fokus des Erntefestes rücken. Das Fest in seiner Grundausrichtung bleibt aber unberührt. Am Freitag, 30. August, wird mit einem Fackelumzug abends gestartet. Sonnabend, 31. August, gibt es dann einen großen Umzug. Der könnte in diesem Jahr wesentlich größer ausfallen.

Hatte Kremmen sonst rund 20 000 Euro im Haushalt eingestellt für das Erntefest – hinzu kamen laut Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) 5 000 Euro an Standeinnahmen –, wurde das Budget dank des Regionalpark-Geldes in diesem Jahr verdoppelt. "Wir können so sicherlich mehr Kutschen bereitstellen, vielleicht einen zweiten Fanfarenzug und einfach mehr Bilder der Stadt präsentieren", sagt Andrea Busse. Der Rathauschef fügt an: "Mehr Geld, mehr Möglichkeiten. Wir können viel größere Schritte machen." Aber: "Doppeltes Budget heißt auch doppelte Arbeit." Heißt es auch doppelte Besucherzahlen? Zum Kremmener Erntefest kommen an den drei Tagen im Schnitt gute 10 000 Menschen.

Auch das Programm werde erweitert, so Kerstin Rosen, Regionalmanagerin in Oberkrämer. Die genauen Ausführungen sollen in den kommenden Tagen erfolgen. Sicher ist: Statt eines Feuerwerks soll es am Sonnabend eine große (und damit preisintensivere) Laser-Show geben. Ergänzt wird die imposante Lichteinlage von künstlichem Nebel. Andrea Busse spricht von Gänsehaut-Feeling, das die Besucher erwarten wird.

Doch der Regionalpark ist nicht nur Mitfinanzier des Volksfestes. "Von der Landesplanung wird eine Ausstellung über die Regionalparks geben", sagt Dirk Jöhling. Ambitionen bringen die neuen Mitveranstalter mit: So soll es eine Podiumsdiskussion geben. Jöhling erinnert sich an eine ähnliche Veranstaltung zur Landesgartenschau 2009. "Ich denke, auch auf einem Fest in Kremmen ist Platz für eine Diskussion." Die Arbeit der Regionalparks soll in den Fokus gestellt werden. Auch an Ständen werden sich Mitglieder des Vereins präsentieren. Sebastian Busse wünscht sich vom finanziellen Plus etwas mehr Rummel- und Kirmes-Charakter.

Für Oberkrämers Bürgermeister Peter Leys (BfO) ist die Zusammenarbeit der zwei Regionen eine logische Konsequenz der letzten Jahre. "Wir verstehen uns als eine Region und konkurrieren nicht miteinander", sagt er. Er hofft zudem, dass die neue Buslinie 823 rege Anklang findet - auch auf dem neuen Erntefest mit Regionalparkfest.

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