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Tochterkonzern
Kundgebung nach neun Wochen Streik bei Riva

Stahl ist für die boomende Bauindustrie unabkömmlich. Doch zumindest der Nachschub aus einigen westdeutschen Riva-Werken bleibt derzeit streikbedingt aus.
Stahl ist für die boomende Bauindustrie unabkömmlich. Doch zumindest der Nachschub aus einigen westdeutschen Riva-Werken bleibt derzeit streikbedingt aus. © Foto: Tilman Trebs
dpa / 14.08.2019, 11:15 Uhr
Frankfurt/Main (dpa) Der Streik in den rheinland-pfälzischen Werken des Stahlkonzerns Riva geht auch in der zehnten Woche weiter. Und es sei kein Ende in Sicht, teilte die IG Metall am Mittwoch mit.

Die Geschäftsführung habe Anfang der Woche ein Angebot zu einer Schlichtung abgelehnt. Daher bleibe "nur die unverminderte Fortsetzung des Streiks, der schon jetzt der längste in der Geschichte der IG Metall in Rheinland-Pfalz ist", teilte der Chef des IG-Metall-Bezirk Mitte, Jörg Köhlinger, mit. An diesem Freitag (16. August) werde es in Trier eine "Protest- und Solidaritätskundgebung" geben.

Der ökonomisch erfolgreiche Konzern aus Italien verweigert laut Gewerkschaft den rund 130 Beschäftigten in den Werken Trier und Horath weiterhin die Tarifbindung, obwohl er in seinen anderen deutschen Werken Tarifverträge anwende. Die Gehälter lägen 20 bis 30 Prozent unter dem Niveau des angestrebten Flächen-Tarifvertrags für die Metall- und Elektroindustrie.

Im Werk in Horath stellen die Beschäftigten Betonstahlmatten und Listenmatten für die Bauindustrie her. Im kleineren Werk in Trier werden ebenfalls Betonstahlmatten und Betonstahl in Ringen und Stäben gefertigt. Sie gehören zur Riva-Tochter Hennigsdorfer Elektrostahlwerke GmbH (H.E.S.) in Brandenburg. Der Streik hat am 11. Juni begonnen.

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