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zum Wert von Lebensmitteln
Vier Euro für fünf Kilo Äpfel?

Ina Matthes
Ina Matthes © Foto: Gerrit Freitag
Meinung
Ina Matthes / 10.10.2019, 07:55 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Superpreis. Auf den ersten Blick lacht das Herz des Käufers im Supermarkt. Nach dem zweiten Biss meldet sich das schlechte Gewissen. Vier Euro für fünf Kilo Brandenburger Äpfel – ist das nicht unanständig? Was bleibt da beim Bauern hängen?

Meist zu wenig. Gut, Sonderaktionen sind nicht die Regel, sollen Kunden in die Märkte locken, damit sie dann noch dies und das in den Wagen packen. Und vielleicht bekommt der Landwirt für das billige Tafelobst noch mehr, als wenn er es zum Verarbeiten verkaufen müsste, wo weniger als zehn Cent pro Kilo herausspringen. Trotzdem kommen solche Schnäppchen einem Verschleudern gleich. Sie entwerten regional erzeugte Lebensmittel, die doch auch Arbeit im Land halten sollen. Wenn es um Lebensmittel geht, wird in Deutschland gern argumentiert, dass viele Menschen sich teureres Essen nicht leisten könnten. Da ist was dran. Aber dann sollte man auch mal darüber reden, ob sich die Lebensmittelpreise, die Hartz IV-Sätzen im reichen Deutschland zugrunde liegen, an billigen Discountern orientieren müssen.  In einigen Bundesländern gibt es Initiativen, die Grundschüler in Agrarbetriebe und auf Bauernhöfe bringen. Um zu sehen, wo das Essen her kommt und welche Arbeit drin steckt. Wer diese Erfahrung sammeln will, hat zum Beispiel die Chance bei der Apfel-Selbstpflücke auf den Obstplantagen. Spart Geld und macht Spaß.

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