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Nachdem Pendler bei Schönerlinde über etliche Monate im Stau stehen mussten, entspannt sich die Lage jetzt.

Verkehr
Pendlerfrust: Schönerlinder atmen auf

Hans Still / 20.11.2019, 06:00 Uhr
Schönerlinde (MOZ) Ein komplettes Weihnachtsgeschenk wird es nicht, aber auch die Vorweihnachtszeit hat ja ihren Reiz: So gesehen löst die aktuelle Freigabe der A 114-Anschlussstelle Schönerlinder Straße im Barnimer Süden extreme Freude aus. "Es ist eindeutig eine Erleichterung, auch wenn wir wissen, die Zufahrt in Richtung Hauptstadt wird noch einmal für 14 Tage geschlossen", reagierte am Montag der Schönerlinder Ortsvorsteher Frank Liste (SPD) auf die zeitweilige Freigabe der viel befahrenen Strecke. Bis zum 6. Dezember, so eine Sprecherin der Berliner Senatsverwaltung für Verkehr, dürfen die Pendler sich an ihrer neuen Freiheit erfreuen. Von Berlin aus kann direkt nach Schönerlinde abgebogen werden, umgekehrt funktioniert es ebenfalls. "Es war für die Schönerlinder, aber auch für die vielen Pendler ein unhaltbarer Zustand. Vor allem weil die B 109 ja nicht unsere einzige Sackgasse war", erinnert Liste.

Unvergessen bleiben die vielen Wochenenden, an denen Durchreisende auf der Suche nach einer geöffneten Autobahn-Auffahrt irrlichternd Schönerlinde erkundeten. Die A 114 war gesperrt, und die von den Navis ausgewiesene Ausweichstrecke in Richtung Mühlenbeck endete ebenfalls an einer unüberwindbaren Baustelle. Dort fehlte bereits seit 2018 die Brücke über die A 10, um das wenige Kilometer entfernte Mühlenbeck zu erreichen.

Doch auch an dieser Sackgasse hat sich fast Unglaubliches getan: Abseits jeglicher Öffentlichkeit wurde am vergangenen Donnerstag nachmittags die Brücke einfach freigegeben, sodass nun auch an dieser Stelle wieder Normalität herrscht. "Es ist ein Segen, nicht mehr über Schönwalde nach Mühlenbeck fahren zu müssen. Das bekomme ich oft von den Kollegen im Klärwerk zu hören", bestätigt Liste und kommt auf die Stimmung in seinem Heimatdorf zu sprechen. "Wir wissen, am Berliner Rand kann man sich dem Verkehr nicht entziehen. Aber was hier nun schon über Jahre passiert, übersteigt die Geduld der Anwohner. Tonnenschwerer Verkehr rollt durch den Ort, der sich durch die vielen Baustellen noch einmal erhöht. Hier fehlt eindeutig eine Koordinierungsstelle, um das Baustellen-Management abzustimmen."

Liste hofft, dass der neue Wandlitzer Bürgermeister Oliver Borchert dieses Thema aufgreift und setzt auch auf die Wandlitzer SPD. "Wir tragen ja Regierungsverantwortung im Land, wir müssen uns hörbar zu Wort melden", regt Liste an. Zudem hofft er auf die Cleverness der Schwerlastfahrer, die mit dem Schwenk über die inzwischen von der Gemeinde sanierten Bernauer Heerstraße ein hübsche Abkürzung in Richtung A 114 nehmen könnten. "Wer sich auf dem Weg zwischen Mühlenbeck und Schönerlinde befindet, könnte ohne einen Ampelstopp über das Gewerbegebiet fahren."

Ab dem 7. Dezember werden übrigens dann die Zufahrten zur A 114-Anschlussstelle noch einmal final asphaltiert. "Das sollte dann zwei Wochen später erledigt sein", so am Dienstag die Aussage aus der Hauptstadt. Etwas länger werde die Fertigstellung der Bundesstraße in Richtung Französisch Buchholz dauern. Noch bis zum Mai 2020 müssen sich die Autofahrer in Geduld fassen. Am Ende wurde dann die Schönerlinder Straße auf Berliner Terrain auf einer Länge von 3,5 Kilometer komplett erneuert. Nach Instand­setzung des Straßen­zuges wird die B 109 zu einer Ortsdurchfahrt abgestuft.

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