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Eigenheim
Baukredite weiter stark nachgefragt

Kerstin Macht / 29.11.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 05.12.2019, 20:51
Frankfurt (Oder) (MOZ) In Brandenburg und Berlin ist die Nachfrage nach dem eigenen Heim besonders hoch, erklärt Chefvolkswirt Ralf-Joachim Götz von der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG) im Gespräch mit der MOZ.

Während der Bundesdurchschnitt beim Wohnen in einer privaten Immobilie bei 45 Prozent liegt, kann Brandenburg mit einer Quote von 47 aufwarten. "Brandenburg ist damit das einzige östliche Bundesland, das über dem Durchschnitt liegt", erklärt der DVAG-Experte.

Dieser Fakt spiegelt sich in den Ergebnissen seines Unternehmens wider: Baufinanzierungen und der Abschluss von Bausparverträgen sind ein starkes Geschäftsfeld der 700 hauptberuflichen Berater, die in Brandenburg rund 300.000 Kunden betreuen. "Beim Bausparen konnten wir das Neugeschäft im vergangenen Jahr um fast 15 Prozent steigern", äußert Götz und weist gleichzeitig darauf hin, dass solche Verträge nicht nur von jungen Leuten abgeschlossen werden, die einmal Wohneigentum erwerben wollen. "Bausparverträge sind auch für ältere Kunden attraktiv, die ihre Wohnung in einigen Jahren altersgerecht umbauen wollen, etwa den Einbau eines Treppenlifts oder den Bad­umbau mit begehbarer Dusche planen."

Während Lebensversicherungen immer noch gut verkauft werden – hier betrug das Plus im vergangenen Jahr bei Neuabschlüssen 14 Prozent – sieht Götz bei Aktienfondssparplänen noch Nachholbedarf, insbesondere in Brandenburg. "Wir sehen, dass das Geldvermögen der Deutschen weiter wächst, obgleich es für Kontensparen kaum noch Zinsen gibt. Über 40 Prozent der 6,2 Billionen Euro Geldvermögen der privaten Haushalte liegen oft unverzinst auf Konten oder unterm Kopfkissen". Hier sieht der Volkswirt Chancen für die Vertriebsgeschäfte seiner Gesellschaft, die auch davon profitiert, dass Banken und Sparkassen ihr Filialnetz seit Anfang 2010 um über 30 Prozent reduziert haben. Dadurch fehlt vielen Kunden eine umfassende Beratung.

"Die Menschen haben weiterhin hohen Beratungsbedarf, obwohl wir auch festgestellt haben, dass die Kunden informierter als früher sind. Im persönlichen Gespräch kann sich ein Berater aber über die Wünsche und Ziele seiner Kunden, die Risikoeinstellung und auch die Liquidität ein Bild machen und entsprechende Empfehlungen geben und Angebote unterbreiten", unterstreicht Götz.

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