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zum Schienengipfel in Berlin
Finanziell unterfüttern

Dorothee Torebko
Dorothee Torebko © Foto: MOZ
Meinung
Dorothee Torebko / 30.06.2020, 19:12 Uhr - Aktualisiert 30.06.2020, 19:30
Berlin (MOZ) Pünktlichere Züge, mehr Fahrgäste, mehr Güter auf die Schiene: Das wollen Bundesregierung, Deutsche Bahn und Industrie. Auf dem Schienengipfel bekannten sich die Branchenvertreter und der Minister zu diesen Vorhaben. Gut so, denn ohne eine starke Bahn ist auch kein Klimaschutz möglich. Trotz des Paktes bleiben einige Fragen offen.

Wie sollen die Projekte, wie eine flächendeckende Einführung des Deutschlandtaktes, der das Reisen zuverlässiger machen soll, finanziert werden? Wer zahlt die 32 Milliarden Euro teure Einführung des digitalen Zugsteuerungssystems? Werden tatsächlich alle Großprojekte der Bahn bis 2030 fertiggestellt? Denn nur dann ist eine Fahrgastverdoppelung sowie ein Ausbau des Güterverkehrs realistisch.

Die Branche gibt sich zuversichtlich. Kein Wunder, auf einen so fruchtbaren Boden sind ihre Forderungen wohl noch nie gefallen. Dennoch: Damit die Schiene das Verkehrsmittel der Zukunft wird, muss der "Schienenpakt" nun finanziell unterfüttert werden. Dazu gehört zur Not auch, dass die Bundesregierung anderen Verkehrsträgern wie der Straße Geld abknapst, um es anderswo zu investieren.

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Peter Tiedke 02.07.2020 - 14:05:34

Wer will denn das wirklich?

Wenn das so gemeint wie gesagt wäre, würde man/frau in Regierung und Industrie klotzen und nicht kleckern. Vergleichen Sie die Investitionen in Straße, Individual-Mobilität ("unsere Autoindustrie") und sog. e-Autos, die gegen jedes vernünftige Umwelt-Argument auf Teufel komm raus gefördert werden. TESLA ist gerade ein "schönes" Beispiel. Und dann machen Sie den öffentlichen Nah- und Fernverkehr kostenlos (nicht nur für die "kämpfende" Truppe von KSK & Co., das würde nebenbei Millionen bei der Verfolgung sog. Schwarzfahrer sparen) und zwingen Sie mit Preisen und Fahrbeschränkungen den Güterverkehr auf die Schiene. Alles andere ist Hinhalte.

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