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Wirtschaft
Firma aus Birkenwerder zieht in den Gewerbepark-Süd nach Oranienburg

Friedhelm Brennecke / 29.07.2020, 05:00 Uhr
Oranienburg (MOZ) Es ist schon ein Hingucker, auch wenn das Gebäude noch gar nicht fertig ist. Der Neubau der Scheer & Ehrke Kälte- und Klimatechnik (SEK) GmbH an der Flugpionierstraße 9 im Gewerbepark-Süd hebt sich von gewöhnlichen Industriebauten deutlich ab. Die neue Firmenzentrale ist ein Holzständerbau mit einem das eigentliche Bauwerk noch weit überspannenden Dach. Bis Ende des Jahres will das Unternehmen, das 2006 in Berlin Pankow gegründet wurde, seinen Firmensitz von Birkenwerder nach Oranienburg verlegen, direkt nördlich des erweiterten Rewe-Logistiklagers.

Richtigen Riecher gehabt

"Wir platzen aus allen Nähten. Die Räume im früheren Opel-Autohaus an der Hauptstraße in Birkenwerder sind zu klein für uns", sagt Nico Ehrke, einer der drei Geschäftsführer, die allesamt Kälteanlagenbaumeister sind. Sein Geschäftsführerkollege René Sahr freut sich, "dass wir den richtigen Riecher hatten und das Grundstück in Oranienburg schon vor drei Jahren erworben haben". Der Standort im Gewerbepark-Süd sei sehr begehrt.

Gern hätte der Rewe-Konzern noch mehrere Grundstücke, die sich inzwischen mittelständische Betriebe gesichert hatten, für seine aktuell laufende Logistikzentrums-Erweiterung  erworben. Mittlerweile ist in diesem Teil des Gewerbeparks-Süd alles ausgereizt, weitere Grundstücke für ansiedlungswillige Unternehmen gibt es dort nicht mehr. Es wird also Zeit, dass die Stadt die Brachflächen im nördlichen Teil des alten Flugplatzes für Investoren entwickelt.

"Der Standort hat für uns große Vorteile, allein schon weil er ohne Ampeln schnell von der Autobahn und der B 96 zu erreichen ist", sagt Sahr und ist froh über die schon zeitig getroffene Entscheidung für das Gelände auf dem ehemaligen Flugplatzes.

"Über einen Mangel an Aufträgen können wir nicht klagen", sagt Nico Ehrke, der sich um Planung und Projektierung kümmert, während René Sahr die Baustellen  betreut und der dritte Geschäftsführer Matthias Scheer für den Service Verantwortung trägt. Schon seit Längerem sei festzustellen, dass sich mehr und mehr private Häuslebauer für Klimaanlagen und Wärmepumpen interessierten.

Viele Aufträge von Privaten

"Das hat durch die Corona-Krise noch einen weiteren Schub bekommen, weil die Leute nicht in Urlaub fahren und das Geld lieber in moderne Klimatechnik stecken", nimmt  Ehrke an.  Die 18 Mitarbeiter hätten sehr gut zu tun und das nicht nur für Großkunden oder Industriebetriebe, sondern eben auch für viele Private in deren Einfamilienhäusern.

Wer in Sachen Klima- und Wärmetechnik als mittelständisches Unternehmen in der Region unterwegs ist, muss natürlich bei seinem eigenen Bauvorhaben mit gutem Beispiel vorangehen. Die Holzständerbauweise sei schon ein Beleg für Nachhaltigkeit und Langlebigkeit und hebe sich architektonisch noch erfrischend von einer gewöhnlichen Industriehalle ab, finden Sahr und Ehrke. In dem 400 Quadratmeter großen Gebäude werden sowohl Büro, Lager und Werkstatt Platz finden. Viel Glas sorge für Transparenz. Eine Fußbodenheizung, die über eine Luftwärmepumpe gespeist werde, sei bereits in die höher gelegte Bodenplatte integriert. Eine Solaranlage auf dem Dach soll die Stromversorgung sicherstellen, auch für die nötige und ausgeklügelte Klimatechnik in dem Gebäude.

Die SEK-Geschäftsführer sind froh, dass sie den Bauauftrag auch an einen regionalen Generalunternehmer haben vergeben können. Die Leegebrucher Firma Janicke habe eine hervorragende Arbeit geleistet, alles liege im Zeitplan und der Kostenrahmen sei für ein mittelständiges Unternehmen wie die Birkenwerderaner Kälte- und Klimaspezialisten gut zu stemmen, sind sich die drei Chefs einig. Mit dem Abex (Abholexpresslager) von Bär und Ollenroth an der Flugpionierstraße 3 liege zudem ein wichtiger Zulieferer und Großhändler für Haus- und Gebäudetechnik in unmittelbarer Nähe.

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