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Neuer Steuermann im Gemeindeboot

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JKUEHLN / 15.10.2008, 05:25 Uhr
Goyatz Die Gemeinde Schwielochsee hat einen neuen Bürgermeister. Wolfgang Gliese möchte die Arbeit seines langjährigen Amtsvorgängers, Dr. Hellmut Trunschke, fortsetzen und vor allem in der touristischen Vermarktung Schwerpunkte setzen.

Wolfgang Gliese wurde 1956 in Beeskow geboren und wuchs in Zeust auf. In Friedland ging er zur Schule. Als Jugendlicher war Gliese erfolgreicher Leichtathlet, holte einmal sogar bei einer Spartakiade den fünften Platz im Speerwerfen. Seit der Hochzeit mit seiner Frau Sabine im Jahre 1979 wohnt er in Siegadel. Dort arbeitet der gelernte Maschinen- und Anlagenmonteur als selbstständiger Versicherungsfachmann. Privat hält sich Gliese am liebsten auf dem Großen Mochowsee auf, wo er angeln geht: "Dort ist wirklich Ruhe!", lobt er den Flecken.

Für Kommunalpolitik interessiert sich Gliese schon seit Jahren. "Ich habe gerne mit Menschen zu tun", bekennt Gliese. Seine ersten Erfahrungen hat er als Ortsbeiratsmitglied in Siegadel gesammelt. Dort hat er unter anderem einen Förderverein gegründet, der sich der Traditionspflege und der Jugendarbeit in der Freiwilligen Feuerwehr Siegadel verschrieben hat.

Vor den Kommunalwahlen im September sprach ihn der damalige Bürgermeister Dr. Hellmut Trunschke an und überzeugte ihn, für das Ehrenamt zu kandidieren. Vor allem Trunschke, aber auch andere erfahrene Kommunalpolitiker in seinem Umfeld würden ihm bei der Amtsübernahme beiseite stehen, lobt der CDU-Mann.

Seine erste Amtshandlung war gleich eine handfeste Aufgabe. Eine Urlauberin sei an ihn herangetreten und habe darum gebeten, eine Zuwegung zu ihrem Grundstück zu ermöglichen. Am Montag hatte Gliese das erste Arbeitsgespräch mit den Landräten der Kreise Oder-Spree und Dahme-Spreewald, Manfred Zalenga und Stefan Loge, dem Amtsdirektor Bernd Boschan und den Bürgermeistern der Schwielochseeanrainer. Den Inhalt des Gespräches wollte Gliese noch nicht verraten, das Gespräch sei aber "überaus konstruktiv" verlaufen. Kooperation wird auch von Nöten sein, denn bei der Vermarktung der Tourismusregion dürften Kreisgrenzen kein Hindernis darstellen. Gemeinsam mit diesen Mitspielern wird Gliese die Aufgabe wahrnehmen müssen, den Schwielochsee als Tourismusregion insgesamt noch attraktiver zu machen. Dass das nicht einfach ist, weiß Gliese: "Andere Regionen um uns herum stehen in den Startlöchern." Eine der wichtigsten Aufgaben sei die Lückenschließung im Radwegenetz rund um den Schwielochsee. Vor allem der lang ersehnte Ersatz der Radwegbrücke über das Ressener Mühlenfließ zwischen Goyatz und Zaue ist Gliese ein persönliches Anliegen. Aber auch die anderen Verbindungen müssten jetzt in Angriff genommen werden, fordert der Vater einer erwachsenen Tochter: "Wir haben nicht einen asphaltierten Radweg zur Schule in Goyatz."

Mit dem Komplex Oberschule/Mehrzweckhalle ist Gliese dagegen sehr zufrieden. Der Schulstandort sei durch die Gelder aus dem Ganztags-Schultopf gesichert, und mit dem in Aussicht gestellten Bau der Mehrzweckhalle könne die Gemeinde bald auch eine der Auflagen erfüllen, die die Erholungsorte-Kommission der Gemeinde auferlegt hat, nämlich Angebote für Schlechtwettertage bereitzustellen: "Ich freue mich schon darauf, den Bürgern und Urlaubern beispielsweise Theaterabende anbieten zu können."

Dass es mit seinem Einzug in den Kreistag von Dahme-Spreewald nicht gereicht hat, schmerzt Gliese. "Das wäre mir wichtig gewesen, denn manches, was uns in der Gemeinde vor Ort tangiert, kann man dort mitgestalten oder nachteilige Entscheidungen schon im Vorfeld verhindern." Nun wird er es auf anderen Wegen versuchen müssen, die Gemeinde nach außen zu vertreten. Mit dem Landrat von Dahme-Spreewald, Stefan Loge, und dem Amtsdirektor Bernd Boschan ist Gliese deshalb im ständigen Austausch.

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