Es war eine kleine Schau, die an zwei Tagen in der Blumenhagener Festhalle zu sehen war, die die Firma Milgeta bereits zum zehnten Mal zur Verfügung gestellt hatte. Züchter aus Schwedt, Angermünde, Boitzenburg und Passow zeigten hier 125 Kaninchen verschiedener Rassen und Farben. "Wir sind ein kleiner Verein, deshalb haben wir uns mit anderen zusammengeschlossen", sagt der Vereinsvorsitzende Martin Groß.
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Dennoch begannen schon am Montag zuvor die Aufbauarbeiten. Die Tiere kamen erst am Donnerstag, allerdings von widrigen Umständen begleitet. Der Regen schlug am Nachmittag durch die Seitenwände. So mussten die Käfige gerade, als die Bewertung durch die Preisrichter beginnen sollte, abgedeckt werden.
Am Freitag empfingen die Vereinsmitglieder ihre kleinen Freunde aus der Vierradener Kita, die ihnen auch schon seit Jahren die Treue halten. Sie durften sich umschauen und hatten Zeichnungen mitgebracht, die in der Schau ausgestellt wurden. Als Belohnung bekamen die Kinder kleine Urkunden.
Am Sonnabend um 9 Uhr öffnete sich die Tür zur Vereinsschau für alle Besucher, die sich nach ihrem Rundgang bei Kaffee und von Vereinsfrauen gebackenem Kuchen stärken konnten. Der Landhandel Grimm aus Pinnow war mit seinen Produkten vor Ort. Bei einer Verlosung gab es einige Preise zu gewinnen, die von Sponsoren gestiftet wurden. Auch Kaninchenbesitzer konnte man mit entsprechendem Losglück werden.
Unter den Besucher waren viele Stammgäste. "Sie wissen, dass unsere Schau immer Mitte September stattfindet", sagte Martin Groß. Er hatte auch das Streichelgehege für die Kinder mit Kaninchen und Meerschweinchen bestückt. Die Vierbeiner ließen sich gerne streicheln. Sie sind Trubel gewöhnt. "Auf meinem Hof läuft immer das Radio. Sie müssen doch auch wissen, was in der Welt passiert", erzählte der Züchter schmunzelnd.
Danach gefragt, ob es Besonderheiten bei der Schau gibt, meinte er. "Jedes Tier ist doch besonders." Beeindruckend waren zum Beispiel die Gelben Riesen. Die sind nicht so oft auf Ausstellungen zu sehen, war zu erfahren. Auch Riesenschecken seien dünn gesät. "Sie sind schwieriger zu züchten als einfarbige Rassen. Sie müssen bestimmte Zeichnungen aufweisen wie den Aalstrich sowie Backen- und Seiten-Punkte in bestimmter Größe", erklärte Martin Groß. Schön anzusehen waren auch die hellen Großsilber, Großchinchilla, die Blauen Wieder , die Roten Neuseeländer und Rheinischen Schecken. Selten sieht man auch Weißgrannen, die am Fellende graue Spitzen haben. Als kleinste Tiere waren Holländer zu sehen.
"Es muss für jede Rasse Liebhaber geben", meinte der Züchter und hatte Recht. Richard und Konrad Hucke, fünf und vier Jahre alt, hätten am Sonnabend am liebsten alle Kaninchen mit nach Hause genommen. "Die sind so süß, meinte Richard. "Wir sind nach Blumenhagen neu zugezogen", berichtete der Papa Christian. "Aber nächstes Jahr besteht die Chance, Kaninchen anzuschaffen", sagt er. Seine Jungs suchten sich schon mal ihre Favoriten aus: Richard ein weißes, Konrad ein braunes.