Wintersport in Bad Freienwalde: Skispringen – warum sich Alvine Holz mehr Konkurrentinnen wünscht
- Skispringerin Alvine Holz tritt am 5. November bei den Landesmeisterschaften in Bad Freienwalde an.
- Die 18-Jährige ist eine der erfolgreichsten deutschen Springerinnen, u. a. Alpencup-Top-10-Platzierte.
- Holz wünscht sich mehr Frauen im Skispringen – nur 20 aktive Springerinnen gibt es landesweit.
- Seit 2018 im Sport, trainiert sie jetzt am Sportgymnasium Oberhof mit optimalen Trainingsbedingungen.
- 100 Nachwuchssportler*innen starten bei den Meisterschaften, darunter deutsche und polnische Talente.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Wintersportverein (WSV) 1923 Bad Freienwalde ist der nördlichste Leistungsstützpunkt des Landesskiverbandes Brandenburg (LSV) und des Deutschen Skiverbandes (DSV). Dem von ihnen finanzierten Landestrainer Stefan Wiedmann obliegt es, Talente für Skisprung und die Nordische Kombination zu entdecken und sie zu trainieren, dass sie bei entsprechenden Erfolgen in den Nationalkader aufsteigen. Das gelingt ihm mit wachsendem Erfolg.
Zu den aktuell erfolgreichsten Sportlerinnen und Sportlern des WSV Bad Freienwalde gehört Alvine Holz. Die 18-Jährige steht häufig auf dem Treppchen und erreichte beim internationalen O.P.A. Alpencup in Slowenien vergangenen Februar als beste Deutsche zwei achte Plätze. Kommenden Sonnabend, wenn in Bad Freienwalde die Brandenburgischen Landesmeisterschaften ausgetragen werden, geht sie auch an den Start.
Alvine Holz fing erst 2018 an
Alwine Holz erlebte einen rasanten Aufstieg. Erst seit 2018 trainiert die Sportlerin aus Berlin in Bad Freienwalde. Dank ihres Fleißes und ihres Erfolgs durfte sie vor einem Jahr in ein Sportgymnasium mit Internat nach Oberhof in Thüringen wechseln, wo sie intensiver trainieren kann. Die 60-Meter-Schanze liege direkt neben der Schule. Etwas außerhalb befinde sich die 90-Meter-Schanze, wohin die Schüler mit einem Kleinbus gebracht werden.
Alvine Holz wünscht sich mehr Konkurrentinnen. Denn erst seit 2014 in Sotschi ist Skispringen für Frauen olympische Disziplin. „Wir sind national 20 Frauen und kennen uns alle“, sagt Holz. Wenn nur drei Frauen bei einem Wettbewerb in einer Altersklasse an den Start gehen, stehen alle auf dem Treppchen.
Skispringerin wünscht sich mehr Frauen in ihrem Sport
Die Leistungssportlerin kämpft daher dafür, mehr Frauen fürs Skispringen zu gewinnen. Sie selber kommt eigentlich aus dem Volleyball. „Ich habe Skispringen im Fernsehen gesehen und wollte das auch machen“, erzählt sie. Da Bad Freienwalde von ihrem Wohnort Berlin-Pankow der nächste Skiverein sei, habe sie sich dort angemeldet. Volleyball und Skispringen sei gemeinsam, dass die Sportler viel Sprungkraft brauchen.
Der Wechsel ins Internat habe ihr nicht viel ausgemacht, erzählt die leidenschaftliche Skispringerin. Weil es weniger Unterrichtsstunden gebe, habe sie dort mehr Zeit fürs Training. „Die Schule geht maximal bis 13 Uhr, das Training bis 16 Uhr“, berichtet sie und fügt hinzu: „Es bleibt noch genug Zeit für Freizeitaktivitäten.“ Neben dem Springen bestehe ein Großteil des Sports auf Krafttraining. „Ich würde lieber mehr springen, um an meiner Sprungtechnik zu arbeiten“, verrät sie. Mit 14 habe sie angefangen. „Skispringen macht mir Spaß“, unterstreicht Alwine Holz.
100 Nachwuchssportler springen um die Landesmeisterschaft
Nicht jedes Wochenende seien Wettbewerbe, sodass sie noch genug Zeit mit ihrer Familie in Berlin-Pankow verbringen kann. „Ich nehme Cellounterricht und spiele in meinem alten Verein Volleyball“, berichtet Alvine Holz. Ihre größten Erfolge seien der Alpencup für Schülerinnen und Schüler gewesen und der olympische Jugendwettbewerb in Lahti in Finnland. Normalerweise springt sie von 90-Meter-Schanzen.
100 Nachwuchs-Sportlerinnen und Sportler springen am 5. November im Papengrund in Bad Freienwalde um den begehrten Pokal eines Brandenburgischen Meisters, kündigt Vereinssprecher Günter Grützner an. Neben den Adlern des WSV Bad Freienwalde werden Springer und Nordisch Kombinierte aus deutschen und befreundeten polnischen Vereinen an den Start gehen.
Bad Freienwalder Verein startet mit den Besten
„Darunter sind wieder Sieger und Platzierte verschiedener nationaler und internationaler Wettkämpfe vergangener und der laufenden Saison“, so Grützner. „Voraussichtlich werden auch Max Unglaube, vierfacher Sieger des DSV Schüler- und Jugendcups der vergangenen Jahre, Alvine Holz, Siegerin des Nordcups 2021/22, Zweite im Deutschlandpokal und Teilnehmerin der Jugendolympiade 2021, Moritz Terei, Zweiter im DSV Schülercup 2020/21 und zur Zeit Führender im Nordcup 2022/23, Florian Fechner, Sieger im Nordcup 2021/22 und Dritter des Schülercups 2021/22 sowie Mila Twarok, Sechste im DSV Schülercup 2021/22 und die zur Zeit Führende im Nordcup sowohl im Spezialsprunglauf als auch in der Nordischen Kombination teilnehmen“, zählt Grützner auf.
Der Wettkampf beginnt am 5. November um 9 Uhr mit dem Springen je nach Altersklasse auf allen vier Schanzen. Die Nordisch Kombinierten gehen auf ihre Crossstrecke entsprechend ihres Alters über ein bis fünf Kilometer. Zuschauer sind erwünscht.




