Wintersport in Bad Freienwalde: Wofür der Verein die Spende aus der Staatskanzlei einsetzt

Wintersport: Moritz Terei ist der beste deutsche Nordisch Kombinierte in der AK (Altersklasse) 16 und kommt aus Bad Freienwalde. Seine Ausrüstung und die aller Nachwuchs-Skispringer des WSV kommt den Verein und die Eltern teuer zu stehen.
Günter Grützner- 20.000 Euro aus Lottomitteln unterstützen den Wintersportverein Bad Freienwalde.
- Geld fließt in Ausrüstung für Nachwuchsathleten, z. B. Sprunganzüge und Skier.
- Bad Freienwalde ist Brandenburgs nördlichstes Skisprungzentrum mit vier Schanzen.
- Moritz Terei, Top-Talent in AK 16, gehört seit Mai dem Nationalkader an.
- Verein verteilt teure Ausrüstung intern weiter, um Kosten zu senken.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit rund 20.000 Euro aus Lottomitteln bekommt der Wintersportverein (WSV) 1923 Bad Freienwalde Unterstützung, um seine Nachwuchs–Leistungskader und seine Nachwuchs–Springer für die kommende Saison auszustatten. Die Staatskanzlei und das Sportministerium stellen je 10.000 Euro unter anderem für neue Skisprunganzüge bereit, teilte die Staatskanzlei am 23. Juli mit.
„Wir freuen uns sehr, junge Athletinnen und Athleten unterstützen zu können, die auf nationalen und internationalen Wettkämpfen das Sportland Brandenburg präsentieren und dabei zeigen, dass wir auch Wintersport können“, sagten Ministerpräsident Dietmar Woidke und Sportminister Steffen Freiberg (beide SPD).
Ausrüstung kostet viel Geld
„Wir sind hocherfreut über die Spende, die für uns eine große Erleichterung darstellt“, sagte Günther Lüdecke, Vorstandsmitglied und Schatzmeister des WSV, am 24. Juli in einer ersten Reaktion. Die Ausrüstung der Nachwuchssportler koste eine Menge Geld. Die Spende aus Lottomitteln trage dazu bei, Verein und Eltern etwas zu unterstützen. Bei den Nordisch Kombinierern sei die Ausrüstung besonders teuer. Sie brauchen Sprung– und Langlaufski. Bei den Langlaufskiern brauchen sie welche für unterschiedliche Schneearten, die dann entsprechend gewachst werden.
Lüdecke unterstreicht, dass nicht nur die Spitzensportler, sondern alle Kinder im WSV von der Spende profitieren. „Das Material, das wir kaufen, bleibt stets im Eigentum des Vereins“, sagt Lüdecke. Auch die Leistungssportler des WSV seien dazu angehalten, sorgsam mit ihrer Ausrüstung umzugehen. Was sie aus welchen Gründen auch immer nicht mehr brauchen, geht an den Verein zurück und kommt allen Nachwuchssportlern des WSV zugute.
Bad Freienwalde nördlichstes Skisprungzentrum
Der Wintersportverein Bad Freienwalde mit seinen vier Skisprungschanzen ist Landesstützpunkt Skispringen und Nordische Kombination des Landes–Skiverbandes Brandenburg. Bad Freienwalde ist nicht nur die älteste Kurstadt Brandenburgs, sondern auch das nördlichste Skisprungzentrum mit der nördlichsten Skisprunganlage Deutschlands.
Gesprungen wird auf vier Schanzen, gelaufen auf Skates oder Skirollern. Mehrere Sportlerinnen und Sportler des Vereins schafften aus Bad Freienwalde den Sprung auf Eliteschulen des Sports und trainieren in großen Wintersportzentren wie Oberstdorf, Oberhof, Klingenthal und Oberwiesenthal. Erst Anfang des Monats entsandte der Verein mit der 13–jährigen Mila Twarok und dem 14–jährigen Florian Fechner zwei weitere Nachwuchsasse in Bundesleistungszentren. Beide gehen weiterhin für den WSV an den Start.
Moritz Terei gehört seit Mai dem Nationalkader an
Auch die zuvor schon an Bundesleistungszentren gewechselten Jugendlichen Alvine Holz, Max Unglaube und Moritz Terei gehen weiter für ihren Heimatverein auf Medaillenjagd. Moritz Terei war in der jüngsten Wintersaison bester Deutscher in der Altersklasse 16 der Nordischen Kombination aus Skispringen und Skilanglauf. Er gehört seit Mai zum Nationalkader des Deutschen Skiverbandes (DSV). Auch in Zukunft wird der Verein so trainieren, um weitere Nachwuchssportlerinnen und Sportler aus Bad Freienwalde an Bundesleistungszentren zu delegieren.
Kader tragen Jacken mit Brandenburgs Landeslogo
Insgesamt sind fast 30.000 Euro für die Ausrüstung Spitzensportler des WSV nötig. „Um den Verein und die Eltern zu entlasten und die Sportlerinnen und Sportler auf ihrem weiteren Weg zu unterstützen, stellen wir gerne Lottomittel bereit.
Wir freuen uns, dass die jungen Kader künftig unter anderem Winterjacken mit unserem Landeslogo tragen werden. Viel wichtiger jedoch sind die speziellen Sprunganzüge, Sprung– und Langlaufski und alle für den Sport notwendigen Ausrüstungsgegenstände, die die Skisportlerinnen und Sportler für das Skispringen brauchen,“ betonten Woidke und Freiberg.
Springer–Anzug muss eng anliegen
Die Ausrüstung eines Skispringers bestehen aus Ski, der Bindung, Helm und dem Anzug, der laut Lüdecke eng anliegen müsse. Bei den Kombinierern kommen Langlaufski, Stöcke, Bindungen und weitere Schuhe Kommt der Sportler aus dem Gewicht, sodass der Anzug nicht mehr passt, braucht er einen neuen. Da sich die Nachwuchskader sich noch im Wachstum befinden, ist der Bedarf größer als bei älteren Sportlern. „Wir geben die Anzüge innerhalb des Vereins weiter“, ergänzt der Schatzmeister. Einen offiziellen Übergabetermin für die Spende werde es nicht geben, erfuhr Lüdecke aus Potsdam.


