Sana Kliniken Niederlausitz
: Für Familienleben mit neuer Qualität

AnzeigeSana Kliniken Niederlausitz bieten mit FAZIT ein einzigartiges Therapiekonzept für Eltern und Kinder
Von
Christiane Noack-Klein und Benjamin Seidemann
Senftenberg
Die Arbeit mit der Kamera spielt die Hauptrolle bei FAZIT: Gemeinsam mit den Familien werden verschiedene Szenen ausgewertet. Das hilft dabei, Verhalten zu reflektieren und neue Ansätze im Alltag zu entwickeln.

Die Arbeit mit der Kamera spielt die Hauptrolle bei FAZIT: Gemeinsam mit den Familien werden verschiedene Szenen ausgewertet. Das hilft dabei, Verhalten zu reflektieren und neue Ansätze im Alltag zu entwickeln.

SKN / Benjamin Seidemann

Wenn Kinder nicht mehr richtig schlafen, plötzlich Aggressionen zeigen, ständig Kopfschmerzen haben oder der Alltag in der Familie zur Belastung wird, stehen viele Eltern vor der Frage: Wie kommen wir da wieder heraus? Mit der Familienzentrierten Interaktionstherapie (FAZIT) gibt es im Krankenhaus Lauchhammer dafür ein einzigartiges stationäres Angebot. Hier werden nicht nur Kinder behandelt, sondern die ganze Familie einbezogen. Das Ziel: Familien wieder handlungsfähig zu machen und eine tragfähige Beziehungsqualität erreichen.

„Die Familien wohnen für eine Woche auf der Station und haben ihre feste Bezugstherapeutin. Dann wird hier an den Themen, die die Familie mitbringen, sehr intensiv gearbeitet. Das Besondere ist, dass es bei uns keine geschlossenen Therapiezeiten gibt. Während der Zeit bei uns gewinnen Familien wertvolle Erfahrungen, auf die sie später im Alltag bauen“, erklärt Babett Kauschmann, leitende Intra-Act-Plus-Therapeutin. Die Station 1a wird für fünf Tage zum Zuhause auf Zeit für die Kinder und ihre Eltern. Gemeinsam mit einer erfahrenen Therapeutin wird bearbeitet, was im Alltag Schwierigkeiten bereitet und für Familien oft unüberwindbare Hürden darstellt. Fast immer mit dabei: die Kamera. Mit ihr werden typische Alltagssituationen festgehalten: gemeinsames Frühstück, Anziehen, kochen, spielen oder Hausaufgaben machen. „Meine Kamera heißt Susi. Sie ist ein guter Freund und Begleiter und es ist immer offensichtlich zu sehen, in welchen Situationen gefilmt wird. Das wird mit den Familien auch besprochen“, betont Babett Kauschmann.

Kernstück: Videoarbeit

Die Videoarbeit ist das Kernstück der Interaktionstherapie. Schon bevor die Familien in Lauchhammer anreisen, werden sie gebeten, erste Aufnahmen zu Hause zu filmen und einen ausführlichen Fragebogen zu beantworten. Das hilft dem FAZIT-Team dabei, die Therapie präzise vorzubereiten, um den fünftägigen Aufenthalt so intensiv wie möglich im Sinne der Familie nutzen zu können. „Die Videos machen unbewusste Verhaltensmuster sichtbar. Mit ihrer Hilfe können wir gut Ressourcen herausfiltern, die die Familien haben, auf die sie aufbauen können. Aber auch störende Interaktionsmuster, die immer wieder zu Missverständnissen und Konflikten führen, können auffliegen. Verhalten wird damit offensichtlich und veränderbar“, erläutert die Therapeutin.

Gemeinsames Spielen: Was simpel klingt, wirkt oft wahre Wunder. Die FAZIT-Therapeutinnen wie Steffi Starke-Irrgang haben dabei die Interaktion von Eltern und Kindern genau im Blick, um auf dem Weg zu einem neuen Miteinander zu unterstützen.

Gemeinsames Spielen: Was simpel klingt, wirkt oft wahre Wunder. Die FAZIT-Therapeutinnen wie Steffi Starke-Irrgang haben dabei die Interaktion von Eltern und Kindern genau im Blick, um auf dem Weg zu einem neuen Miteinander zu unterstützen.

SKN / Benjamin Seidemann

Zu denen, die viel aus der FAZIT-Zeit mitgenommen haben, gehört Familie Terssis. „Im Alltag sind viele Situationen deutlich entspannter. Beim ersten Aufenthalt wurden viele hilfreiche Tipps mitgegeben, wie wir den Alltag gestalten können“, sagt Susann Terssis und fügt hinzu: „Wir haben an einigen Therapien in den letzten Jahren teilgenommen und nichts hat so richtig den Effekt gebracht. Das hier war genau das Richtige, was wir gesucht haben.“

Neues Miteinander

Was FAZIT über die stationäre Arbeit mit Eltern und Kindern hinaus auszeichnet, ist die direkte Anbindung an die medizinische Expertise der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. „Wir sehen in unserem klinischen Alltag in den letzten Jahren sowohl in den Praxen als auch in den Kliniken zunehmend Kinder und Jugendliche mit psychosomatischen Beschwerden. Aber wir sehen auch die Kinder, die letztlich in die Kliniken eingewiesen werden, weil die niedergelassenen Kollegen nicht mehr weiterwissen“, sagt Chefärztin Dr. Carolin Stegemann. Ihr Team hat die nötige Fachkompetenz, um Auffälligkeiten gründlich abzuklären. Ganzheitliche Hilfe - für Kinder und Jugendliche, von denen die gesamte Familie profitiert. FAZIT beweist: Wenn Familien wieder zueinander finden, verändert sich mehr als der Alltag. Es entstehen Sicherheit, Vertrauen und eine neue Qualität der Beziehungen.

FAMILIEN IM FOKUS

Mehr über die Familienzentrierte Interaktionstherapie (FAZIT) der Sana Kliniken Niederlausitz gibt es im Beitrag „Auf Station“ unter sana.de/niederlausitznews

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Dr. Carolin Stegemann
T 03573 . 75-2701
F 03573 . 75-2702
M skn.kinderklinik@sana.de
sana.de/niederlausitz