Sieg für Union Berlin: Trainer Baumgart stellt komplett um und feiert gegen Mainz

Trainer Steffen Baumgart ließ gegen den 1. FSV Mainz 05 viele etablierte Spieler von Union Berlin auf der Bank.
Andreas Gora/dpa- Union Berlin gewinnt 2:1 gegen Mainz, Sieg unter neuem Trainer Steffen Baumgart.
- Baumgart setzt auf Dreierkette, Änderungen in der Startelf, Hollerbach und Skov erzielen Tore.
- Nach 11 sieglosen Spielen beendet Union Negativserie, Mainz trifft durch Amiri.
- Berlin zeigt engagiertes Offensivspiel, Zuschauer erleben typischen Baumgart-Fußball.
- Spannende Schlussphase, Mainz vergibt letzte Chance, Baumgart und Team feiern erleichtert.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Erlösender Jubel bem 1. FC Union Berlin. Die Eisernen haben die Negativserie in der Fußball-Bundesliga beendet und den ersten Sieg unter dem neuen Trainer Steffen Baumgart gefeiert. Die Zuschauer im Stadion an der Alten Försterei sahen beim 2:1 (2:1) gegen den FSV Mainz 05 am Sonntag zum ersten Mal die Ansätze des typischen Baumgart-Fußballs. Viel Tempo, viel Einsatz und zeitweise mehr Vorwärtsgang. Allerdings: Von der von ihm favorisierten Viererkette rückte Baumgart vorerst wieder ab. Also eher noch: Baumgart-Fußball light – aber erfolgreich.
Benedict Hollerbach (1.) und Robert Skov (24./Foulelfmeter) erzielten die Tore für die aufopferungsvoll kämpfenden Berliner. Für Mainz traf Nadiem Amiri (5./Foulelfmeter) zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Zuvor hatte Union Berlin elf Spiele in Folge nicht gewinnen können.
Trainer Baumgart hatte seine Mannschaft nach den beiden Auftaktniederlagen beim 1. FC Heidenheim (0:2) und gegen den FC Augsburg (0:2) komplett umgestellt. Christopher Trimmel, Kevin Vogt (Knieverletzung), Jerome Roussillon, Rani Khedira, Lucas Tousart und Jeong (nicht im Kader) mussten in der Startelf Platz machen für Leopold Querfeld, Diogo Leite, Josip Juranovic, Robert Skov, Niklas Haberer und Andras Schäfer Platz machen. Zudem kehrte Baumgart vorerst zur Dreierkette in der Abwehr zurück. Der FC Augsburg hatte zuletzt die von ihm neu installierte Viererkette mit simplen Mitteln ausgehebelt.
Führungstor für Union Berlin nach 56 Sekunden
Nach nur 56 Sekunden durften die Berliner schon jubeln. Benedict Hollerbach hatte dem Mainzer Danny da Costa den Ball abgeluchst und vollendet. Trainer Baumgart hatte sich gewünscht, dass seine Mannschaft die Stimmung in Stadion „anzünden“ würde. Das war damit gelungen – doch das Feuer wurde wenig später vorerst wieder gelöscht. Berlins Youngster Aljoscha Kemlein foulte im Strafraum den Jae Sung Lee. Nadiem Amiri verwandelte den Elfmeter links unten zum 1:1 (5.).
Es ging turbulent weiter: Jordan Siebatcheu vergab es nur zwei Metern vorm Mainzer Tor die erneute Führung (8.). Dem bis dato extrem glücklosen Union-Angreifer hatte er zuvor den Rücken gestärkt. Von der möglichen Doppelspitze mit Andrej Ilic wurde indes nichts. Der Serbe hatte sich im Training verletzt und fiel aus.
Glück für Union, dass Mainz danach durch den völlig frei aufs Berliner Tor zulaufende Armindo Sieb (15.) nicht in Führung ging. Stattdessen erzielte Robert Skov per Elfmeter den zweiten Treffer (24.) für die Gastgeber. Benedict Hollerbach war gefoult worden. Union verdiente sich die Führung mit engagiertem Offensivspiel: Baumgart gab von außen immer wieder die Spielrichtung vor – vorwärts.

Strafstoß für den 1. FC Union Berlin: Benedict Hollerbach (rechts) wurde von Dominik Kohr vom FSV Mainz 05 elfmeterreif gefoult. Robert Skov traf für die Berliner vom Punkt zum 2:1.
Andreas Gora/dpaNach dem Seitenwechsel zahlte sich indes aus, dass Baumgart mit der Dreierkette zur auf die in Berlin-Köpenick lange Jahre praktizierte Abwehrformation zurückgekehrt war. Er korrigierte damit die noch nach der Niederlage gegen Augsburg vehement verteidigten Taktik-Entscheidung. Die Dreierkette verlieh der Defensive die nötige Stabilität gegen die jetzt spielbestimmenden Mainzer. In der Zentrale agierte dabei der 21-jährige Leopold Querfeld mit bemerkenswerter Abgeklärtheit und feuerte zudem noch das eigene Publikum an. Union Berlin erlebte seit längerer Zeit mal wieder einen echten Union-Berlin-Tag mit großer Leidenschaft.
Die Gäste fanden dagegen keine Mittel, weil Union weiter früh attackierte und sich den Sieg eisern erarbeiteten. In der Nachspielzeit mussten die Berliner auch noch zittern, als eine lange Flanke gefährlich auf den Mainzer Andreas Hanche-Olsen (90.+4) kam. Doch der eingewechselte Stürmer köpfte am Tor vorbei. Baumgart und sein Team konnten sich danach glückselig in die Arme fallen.

