Der Rettungshubschrauber Christoph 64 ist in Angermünde täglich mehrmals im Einsatz. Bei einem schweren Unfall, einer lebensbedrohlichen Erkrankung entscheiden Minuten über Leben oder Tod. Das erlebt das Team der DRF Luftrettung Angermünde jeden Tag. Ein Herzinfarkt, ein Schlaganfall, ein Verkehrsunfall, ein Sturz von der Leiter, ein Brandunglück, ein bewusstloses Kind. Komnt solch ein Alarm bei den Rettern im Stützpunkt Angermünde an, läuft wie auf Knopfdruck ein professionelles und zigmal erprobtes Routine-Szenario ab.
Ruhig und konzentriert und doch immer dramatisch, weil die Retter nie wissen, was sie wirklich am Notfallort erwartet. Die 2015 eröffnete Station in Angermünde hat eine Lücke der Notfallversorgung im ländlichen Raum im Nordosten Brandenburgs geschlossen und sich seitdem mehr als bewährt. Die Einsätze steigen von Jahr zu Jahr. Wo Rettungswagen in den Weiten der Uckermark, Märkisch-Oderland, Barnim oder Prignitz oft eine halbe Stunde benötigen, ist der Hubschrauber in wenigen Minuten am Unglücksort, mit Notfarzt und Notfallsanitäter und einer kleinen Intensivstation an Bord.

Über 1.500 Einsätze in Angermünde

Alarmiert werden die Luftretter von der Leitstelle. Der in Angermünde stationierte Rettungs-Hubschrauber Christoph 64 leistete im Jahr 2022 insgesamt 1.529 Einsätze, davon 1.512 in der Notfallrettung und 17 zum Transport kritisch kranker oder verletzter Patienten zwischen Kliniken. Das bedeutet, dass die Angermünder Luftretter durchschnittlich mehr als viermal am Tag zu Noteinsätzen starten.
An manchen Tagen nur dreimal, an anderen Tagen kommen sie nicht zum Kaffee trinken und werden sechs-, siebenmal gerufen. Dabei ist die Angermünder Station zwar an 365 Tagen im Jahr einsatzbereit, allerdings nur von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang.

Bundesweit steigende Einsatzzahlen

Der Trend zu mehr Einsätzen ist bei der DRF Luftrettung bundesweit zu sehen. Sie verzeichnet für das vergangene Jahr 39.308 Alarmierungen. Im Vergleich zu 2021 ist dies eine Steigerung von drei Prozent. Hauptalarmierungsgründe waren internistische Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall sowie Unfälle im Verkehr, bei der Arbeit und bei Freizeitaktivitäten. Die zwei in Brandenburg stationierten Hubschrauber der DRF Luftrettung in Angermünde und Bad Saarow wurden von Januar bis Dezember 2022 zusammen 2.822 mal alarmiert.
Die Luftretter brachten zudem zentrale Projekte, wie ihre erste eigene Ausbildung zum Berufshubschrauberpiloten bei der Akademie der DRF Luftrettung mit sieben Auszubildenden, darunter eine Frau, voran. Dieses Angebot ist einzigartig in Europa.
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