Nachdem in den vergangenen Tagen bereits reihenweise Weihnachtsmärkte abgesagt wurden, kommt jetzt auch eine aus Brück. Sowohl der kleine Weihnachtsmarkt traditionell am dritten Advent, als auch der beliebte Brücker „Lebendige Adventskalender“ finden nicht statt. Darüber informierten Jutta Felgenträger als stellvertretende Vorsitzende des Brücker Gewerbevereins und Anke de Koning, die für den Adventskalender verantwortlich zeichnet.

Brücker Gewerbeverein blieb keine Option

Bis zuletzt hatte man gehofft, dass die Corona-Pandemie die in diesem Rahmen geplanten Veranstaltungen doch noch erlaubt. Mit Beginn der so genannten „zweiten Welle“ und der neu beschlossenen Kontaktbeschränkungen blieb dem Brücker Gewerbeverein - als Veranstalter des Weihnachtsmarktes und Schirmherrn des Adventskalenders - keine andere Wahl.
„Es tut uns sehr leid, aber unser Weihnachtsmarkt und der beliebte Adventskalender können nicht stattfinden“, sagen die beiden Frauen. Grund für die Entscheidung sind die Hygieneauflagen, die auch bei größter Anstrengung im Rahmen der Aktivitäten nicht organisiert werden können.

Adventshighlights in Planung

Damit der Brücker Nachwuchs in der Vorweihnachtszeit dennoch etwas Weihnachtsvorfreude spüren kann, sind einige Adventshighlights geplant. Schulsozialarbeiterin Katja Garpow (katja.garpow@dw-potsdammittelmark.de), Martina Lüdecke vom Eltern-Kind-Zentrum (ekiz@shbb-potsdam.de) und Antje Warwas vom Mehrgenerationenhaus der AWO (mehrgenerationenhaus@awo-potsdam.de) konnten für die Idee der Adventshighlights gewonnen werden und haben sich bereit erklärt, sie zu koordinieren. „Wer im Rahmen seiner Möglichkeiten, unter Einhaltung der besehenden Auflagen, Aktivitäten anbieten möchte, kann sich mit ihnen in Verbindung setzen“, so Anke de Koning.

Die Planungen beginnen

Auf welche Adventshighlights sich der Nachwuchs freuen könnte - welche überhaupt machbar sind - steht jedoch „in den Sternen“. Vorsichtigen Schätzungen zufolge könnten sich die Adventshighlights auf fünf bis sechs Aktivitäten beziffern. „Aufgrund der Pandemie werden sie im Freien stattfinden“, so Brücks Bürgermeister Matthias Schimanowski. Aber auch hinter diesen Gedanken stehen, wie Schimanowski betont, derzeit noch große Fragezeichen.

Großes Engagement, beliebte Aktionen

Ins Leben gerufen wurde die Idee des „Lebendigen Adventskalenders“ vor 17 Jahren von Hannelie und Stefanie Fischer. Von Jahr zu Jahr erfreute sich die Aktion größerer Beliebtheit. Nicht nur von Seiten der Kinder. Mit großem Engagement beteiligen sich neben den Schulen die Kitas der Stadt, viele Gewerbetreibende, engagierte Einwohner, das Amt Brück und viele andere. Wer bereit war, während der Adventszeit sein Haus für gemeinsame Aktivitäten zu öffnen, war im Stadtgebiet jeweils schnell zu finden. Groß Sterne an den einzelnen Häusern deuteten jeweils darauf hin.

Viele engagierte Menschen in Brück

„So etwas funktioniert nur, wenn es viele engagierte Menschen wie Jutta Felgenträger und Anke de Koning gibt“, so Matthias Schimanowski. Anerkennend ergänzt er: „Was da in den letzten Jahren gelungen ist, war einfach großartig“ - im kommenden Jahr soll bestenfalls daran angeknüpft werden.
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