Bad Freienwalde
: „Wir haben eine Vereinbarung“

Krankenhaus-Geschäftsführerin Angela Krug begrüßt den Beschuss der Bad Freienwalder Stadtverordneten zum einstigen Luisenhof.
Von
Anett Zimmermann
Bad Freienwalde
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Heilige Hallen 1 und 3 in Bad Freienwalde: Der Eigentümer ist dabei, einen neuen Anlauf zur Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden Ensembles zu unternehmen.

Anett Zimmermann

„Wir haben eine schriftliche Vereinbarung mit dem Eigentümer der Heiligen Hallen 1 und 3“, erklärte Angela Krug, Geschäftsführerin der Krankenhaus Märkisch-Oderland GmbH, jetzt auf Nachfrage dieser Zeitung. Nach dem Vorliegen einer solchen Vereinbarung war im Zuge der Diskussionen um die Bereitstellung von Städtebaufördermitteln für die Sanierung der einstigen Pension Luisenhof zuletzt in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung gefragt worden. Das Gremium hatte sich mit neun Ja- bei sieben Nein-Stimmen und einer Enthaltung knapp für eine Bezuschussung ausgesprochen.

„Wir würden den Luisenhof gern als Gästehaus für unsere Reha-Patienten und privaten Kurgäste nutzen“, machte Angela Krug deutlich. Fachklinik und Moorbad in Bad Freienwalde sind Teil der Krankenhaus Märkisch-Oderland GmbH. Patienten würden zum Teil mit Kindern anreisen, denen man die Klinikatmosphäre nicht zumuten möchte, so die Geschäftsführerin weiter. Auch Hunde seien in der Fachklinik nicht erlaubt.

Ausgewichen werde bisher in die ebenfalls nahe gelegene Villa Regina. Vorteil der Heiligen Hallen 1 und 3 sei nach Fertigstellung nicht nur die unmittelbare Lage am Kurmittelhaus, sondern auch die Barrierefreiheit. Die Kapazitäten in der Villa Regina würden schon jetzt kaum reichen, ergänzte Angela Krug und erinnerte an die Premiere von „Moor & More Yoga“ im Februar. „Für solche Zusatzangebote brauchen wir entsprechende Unterbringungsmöglichkeiten.“ Sie freue sich über den Beschluss der Stadtverordneten. "Das Vorhaben ist im Vergleich zu anderen Häusern einfach am weitesten gediehen und wir hoffen jetzt auf eine zügige Umsetzung.“ Es sei zudem üblich, Interessenten mit einem Vorvertrag oder Mietvertrag bereits frühzeitig zu binden. „Wir arbeiten mit Veit Jost und insbesondere seinem Architekten eng zusammen. Die Gebäude nach unseren Vorstellungen saniert und umgebaut. Wir möblieren sie dann auch.“ Das sei ebenfalls nicht unüblich. Allerdings nutzt sie lieber den Begriff Gästehaus statt Hotel. „Natürlich wird sich der eine oder andere Gast der Stadt dort frei einmieten können, aber dies wird aufgrund unseres Bedarfs eher die Ausnahme sein.“

Das Vorhaben Heilige Hallen 1 und 3 könnte auch aus Sicht von Angela Krug eine Initialzündung für das Kurgebiet darstellen. So habe zum Beispiel der im Ausland lebende Eigentümer der Villa Helene, Heilige Hallen 6, der Stadt gegenüber erklärt, das Objekt verkaufen zu wollen. "Wir haben uns dieses und andere Häuser bereits angesehen und stehen mit dem Bürgermeister in Kontakt.“

In der selben Straße steht zudem eine weitere Pension vor der Zwangsversteigerung.