Die Umbau- und Sanierungsarbeiten im Bad Freienwalder Bahnhof seien zu 40 Prozent abgeschlossen, sagte Christian Nörtemann, Fachbereichsleiter Hochbau und Gebäudeverwaltung der Stadt Bad Freienwalde am Dienstag auf Anfrage. Das Dach sei fertig und auch die Hälfte der Fassade bereits gereinigt. "Sie wird gesäubert, neu verfugt und bei Bedarf werden Steine ausgetauscht", erläuterte Nörtemann. Die Reinigungsmethode musste jedoch verändert werden, denn das Abstrahlen mit Wasser habe nichts bewirkt. Deshalb musste ein leichtes Lösungsmittel gefunden werden, das den Vorschriften gerecht wird. Damit hatte die Stadt im Bauablaufplan nicht gerechnet, sodass dies eine der Verzögerungen ausmacht. Denn der Einzugstermin für die Selbsthilfekontaktstelle und das Eltern-Kind-Zentrum "Giocco" des Sozialpädagogischen Institutes (SPI) Ende des Jahres konnte die Stadt nicht halten. Als neuer Termin ist Frühjahr kommendes Jahres avisiert.
Der Fachbereichsleiter geht davon aus, dass der Rohbau im Inneren des Bahnhofs in drei bis vier Wochen beendet sein werde. So könne der Innenausbau, wie geplant, im November beginnen.
Wegen des torfigen Untergrunds sei das Fundament unterfangen worden, wo der Fahrstuhl hinkommt. Die punktuelle Belastung des Bodens hätte zu Absenkungen geführt. Weil nur ein Unternehmen in Deutschland solche Arbeiten vornimmt, seien die Ausgaben etwas gestiegen. Zu Summen konnte sich Nörtemann zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht äußern.
Die Wartehalle im Bahnhof bleibt unverändert, erklärte Nörtemann. Sie sei derzeit geschlossen, werde aber geöffnet, sobald einer der Mieter einzieht. Das Schrankenwärterhäuschen gehört zwar auch der Stadt, dafür gibt es keine Nutzung. Für das Gebäude hat jemand Interesse bekundet, der es der Stadt abkaufen möchte.