Brand in Bad Freienwalde: Rentner-Ehepaar verliert alles, Spendenaktion startet

Ermittlungen: Die Kriminalpolizei suchte am 20. Januar 2026 in den Trümmern des verbrannten Hauses nach Spuren. Sechs Menschen sind durch den Brand vorübergehend obdachlos geworden.
Steffen Göttmann- Ein Brand am 17. Januar 2026 in Bad Freienwalde zerstörte das Zuhause eines Rentnerehepaars komplett.
- Die beiden verloren alle Besitztümer und suchen ihren 13-jährigen Dackel „Maxi“, dessen Verbleib unklar ist.
- Eine „gofundme“-Spendenaktion, gestartet von einer Freundin der Familie, sammelte bereits über 3800 Euro.
- Das Ehepaar ist vorübergehend in einer Pension untergebracht und hofft auf eine neue Wohnung im Februar.
- Die Polizei ermittelt wegen „fahrlässiger Brandstiftung“ und sucht nach Spuren in den Trümmern des Hauses.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Seit dem Brand am Morgen des 17. Januar 2026 in Bad Freienwalde hat ein 72 und 62 Jahre altes Rentner-Ehepaar alles verloren. Die beiden trugen nur Schlafanzüge auf dem Leib, als sie aus dem brennenden Haus flohen. Mehr konnten sie nicht retten. Sie vermissen zudem ihren 13 Jahre alten Dackel „Maxi“. Ob er einfach nur aus dem Haus geflüchtet oder in den Flammen umgekommen ist, steht weiterhin nicht fest.
Nicole Grapentin aus Eberswalde, langjährige und gute Freundin der Tochter des Ehepaars und der Familie, hat gleich am Unglückstag über das Internetportal „gofundme“ eine Spendenaktion gestartet. Sie hofft, so viel Geld zu sammeln, um dem Ehepaar einen Neustart in einer neuen Wohnung im Raum Bad Freienwalde zu ermöglichen.
Feuer vernichtet Hausrat, Erinnerungen und Dokumente
„Ein verheerender Brand in Bad Freienwalde hat die Wohnung der Eltern meiner Freundin vollständig zerstört. Zum Glück wurde niemand schwer verletzt, doch das Zuhause, in dem so viele Erinnerungen steckten, ist unbewohnbar. Viele persönliche Gegenstände, Möbel und wichtige Dokumente sind den Flammen komplett zum Opfer gefallen“, begründet Nicole Grapentin ihr Engagement.
„Die Familie steht nun vor dem Nichts und vor großen finanziellen und emotionalen Herausforderungen. Neben der akuten Unterbringung müssen Kleidung, Möbel und vieles für den Alltag neu angeschafft werden. Wir möchten sie in dieser schweren Zeit unterstützen und bitten daher von Herzen um Spenden. Jeder Beitrag – egal wie klein – hilft und bedeutet den Betroffenen sehr viel. Wenn ihr nicht spenden könnt, hilft auch das Teilen dieses Aufrufs. Vielen Dank für eure Unterstützung, euer Mitgefühl und eure Solidarität“, schreibt die Initiatorin auf „gofundme“.
Das Feuer hat nur noch die Grundmauern des Gebäudes übrig gelassen. Die Drei-Zimmer-Wohnung im Bungalow-Stil mit Wintergarten, die das Rentner-Ehepaar seit 2012 gemietet hatte, sowie alles, was sich darin befand, sind nicht mehr vorhanden. „Möbel, Kleidung, elektrische Geräte, Ausweise, Scheckkarten, Erspartes und die Versicherungspolicen sind vernichtet“, beschreibt Nicole Grapentin die Misere. Der Mann hatte den Qualm am Samstagmorgen zuerst entdeckt, weckte seine Frau und forderte sie auf, das Haus zu verlassen. Als die Feuerwehr kam, stand es bereits in Vollbrand, sodass sie nur noch das Übergreifen der Flammen auf den benachbarten Baumarkt verhindern konnte. Das Feuer war übers Dach gekommen und hatte schließlich auf das ganze Gebäude übergegriffen.
Ehepaar dankt Polizei und Spendern
Die Polizei brachte das Ehepaar zu seiner Tochter, die in einem Dorf nahe der Kurstadt lebt. Darüber ist das Ehepaar sehr dankbar. „Die Mutter war stark beeindruckt von einer großen blonden Polizistin“, berichtet Nicole Grapentin. Das Ehepaar ist ganz gerührt von den bereits eingegangenen Geldbeträgen und richtet den Spendern einen „riesengroßen Dank“ aus. Das Wochenende verbrachten die Rentner in Strausberg und sind jetzt vorübergehend in einer Pension in Bad Freienwalde untergebracht, müssen ihren Aufenthalt natürlich bezahlen. Die Familie versucht schrittweise, die Probleme zu lösen, und sucht eine geeignete Wohnung für die beiden. Bereits im Februar könnte sie in eine freigewordene Wohnung einziehen.
Die Brandursachenermittler der Polizei haben am 20. Januar damit begonnen, in den Trümmern des eingestürzten Hauses nach Spuren zu suchen, sagte Roland Kamenz, Pressesprecher der Polizeidirektion Ost in Frankfurt (Oder). Ergebnisse seien zunächst nicht zu erwarten. Die Polizei ermittelt wegen „fahrlässiger Brandstiftung“, aber nicht gegen das Rentner-Ehepaar.
Die Spendenaktion auf „gofundme“ ist bereits in vollem Gange. Zum jetzigen Zeitpunkt (20. Januar, 18 Uhr) sind bereits über 3800 Euro eingegangen.


