Dörfer bei Bad Freienwalde: Trotz Druck aus Berlin – kein Wachstum an B158

725 Jahre Leuenberg: Das Szenenbild im Umzug erinnert LPG-Gründung 1952. Jetzt ziehen die jüngeneren Ortsteile von Höhenland, Steinbeck und Wölsickendorf-Wollenberg, mit einer gemeinsamen 650-Jahr-Feier nach.
Thomas Berger- Wölsickendorf, Wollenberg und Steinbeck feiern vom 11.-13. Juli 2025 ihr 650-jähriges Bestehen.
- Programm: Mittelalter-Events, Festumzug, Regionalmarkt, Lasershow und Gottesdienst.
- Einwohnerzahl stagniert, keine Grundstücke verfügbar; Neubauten seit 2020 vor allem durch Berliner Zuzug.
- Alter Sportplatz könnte in Bauland für Rückkehrer umgewandelt werden; Pläne noch unklar.
- Feuerwehr in Wölsickendorf soll reaktiviert werden, Standort für neues Gebäude wird geprüft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nachdem Leuenberg Anfang Mai 2025 mit einer großen Geburtstagsfeier das 725-jährige Bestehen gefeiert hat, ziehen die jüngeren Ortsteile der Gemeinde Höhenland jetzt nach. Wölsickendorf, Wollenberg und Steinbeck feiern vom11. bis 13. Juli 2025 ihre erste Erwähnung vor 650 Jahren.
Der Grund: Sie wurden wie viele Orte in Brandenburg im Jahr 1375 im Landbuch Kaiser Karls IV. erstmals urkundlich erwähnt. Diese Eintragung in dem umfassenden Verzeichnis der Besitzungen und Rechte stellt für viele Orte den ersten schriftlichen Nachweis ihrer Existenz dar und wird gefeiert.
Drei Dörfe, ein Fest
„Drei Dörfer. Ein Jubiläum. Ein Fest“ , lautet die Devise. Unter dem Motto „Steinbeck begeistert“ startet die Feier am 11. Juli. „Wir sind im Mittelalter erstmals erwähnt worden und verlegen den Beginn des Festes in diese Zeit“, sagt Jörg Schleinitz, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Höhenland und Ortsvorsteher von Wölsickendorf-Wollenberg. Los geht es um 15 Uhr mit einem bunten Programm, mit historischer Hüpfburg. Unterstützung bekommen die Gastgeber von den Hussiten aus Bernau, die mit Schaukämpfen und weiteren Überraschungen die Zuschauer in ihren Bann ziehen. In der Folge treten der Kleinste Carnevalclub (KCC) und der Steinbecker Tanzverein auf. BAn Abend gibt eine Feuershow.
Unter dem Motto „Wölsickendorf bewegt“ wird am 12. Juli weiter gefeiert. Der Festumzug beginnt um 11 Uhr in Wollenberg und überquert mithilfe der Polizei die B158 nach Wölsickendorf. Schleinitz freut sich darüber, dass er dafür den Fanfarenzug Angermünde gewinnen konnte. Ab 13 Uhr gibt es einen Regionalmarkt. Dabei wird selbstgebackener Kuchen serviert, 35 Zusagen hat er schon. Nach einem Programm mit der Leuenberger Kita, dem KCC, der Band „2hand“ aus Beiersdorf gibt um 23 Uhr eine Lasershow, die die Geschichte des Ortes wiedergibt. Das Fest endet am 13. Juli unter dem Motto „Wollenberg verzaubert. Die Party startet um 9 Uhr mit einem Gottesdienst in der Kirche. Ab 10 Uhr spielt des Schulzdendorfer Tanz und Blasorchester.
Wachstum der Orte vorerst ausgeschlossen
Von den 1048 Einwohner in Höhenland wohnen 446 in Leuenberg, 205 in Steinbeck und 397 in Wölsickendorf-Wollenberg. Mehr werden es in den Dörfern an der B158 vorerst nicht, obwohl der Druck aus Berlin wächst und der Nachbarort Werneuchen aus den Nähten platzt. „Wir haben in allen drei Ortsteile keine Grundstücke mehr“, bedauert Jörg Schleinitz. Aufgrund der hohen Baukosten sei jedoch die Nachfrage nach Grundstücken stark zurückgegangen.
In Wölsickendorf hätten sich nach 1945 45 Vertriebene aus Polen angesiedelt: 41 Häuser seien zu DDR-Zeiten gebaut worden, 15 Häuser in den neunziger Jahren. „Die dritte Welle kam nach 2020 mit weiteren 15 Häusern“, berichtet der Ortsvorsteher, der auch in Wölsickendorf lebt. Die letzte Gruppe sei aus Berlin zugezogen. Die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, eröffnete ihnen die Chance, Arbeits- und Lebensort ins Grüne zu verlegen.
Die Bewohner seien gut integriert. „Wir haben die 30- 40-Jährigen davon überzeugt, in die Feuerwehr einzutreten und die Prüfung zu absolvieren“, berichtet Schleinitz. „Wir haben jetzt so viele Feuerwehrleute, dass wir überlegen, in Wölsickendorf wieder eine Feuerwehr anzumelden“, ergänzt er. Problem sei jedoch, wo die Feuerwehr angesiedelt wird. In der alten Feuerwehrgarage stehe die Ausrüstung des Gemeindearbeiters. „Wir müssen daher überlegen, ob es besser ist, ein neues Feuerwehrgebäude mit Garage für einen Kleinbus (MTW) oder eine Unterstellmöglichkeit für den Gemeindearbeiter zu bauen.
Sportplatz als Bauland für Rückkehrer angedacht
„Wir haben als Gemeinde kein Bauland mehr“, bedauert Schleinitz. Und die Möglichkeiten als Dorf, sich weiter auszudehnen, sind beschränkt. Denn hinter der Ortsgrenze beginnt der Außenbereich. Dies betreffe alle Ortsteile von Höhenland. Zuzug sei nur noch möglich, wenn jemand sein Haus oder ein Grundstück verkauft.
Die Möglichkeiten der Verdichtung bestehe vielleicht noch in Leuenberg. Die betreffenden Grundstücke befinden sich aber in Privateigentum, sodass die Gemeinde keinen Einfluss hat. „Wir haben in Wölsickendorf noch den alten Sportplatz, der nicht mehr genutzt wird“, so Schleinitz. Überlegt werde, ihn in sechs Parzellen zu teilen, die Grundstücke nur an Antragsteller zu verkaufen, die einen Bezug zum Ort haben, deren Eltern oder Großeltern hier leben. „Denn wir können Rückkehrern, die in ihren Heimort zurückkehren wollen, nichts mehr anbieten“, bedauert der Ortsvorsteher.



