„Der Kurstadtgutschein kommt genau zur richtigen Zeit. Zum einen können wir damit ins Weihnachtsgeschäft starten, zum anderen hilft diese Aktion vielleicht, Handel und Gewerbe in der aktuell schwierigen Situation anzukurbeln.“ Robert Witzke, Vorsitzender der Wirtschaftsgemeinschaft Bad Freienwalde setzt große Hoffnung in das neue Serviceangebot für die Kunden der Kurstadt. Und offenbar nicht nur er: Die 13 Mitglieder, die an der Versammlung am 10. August teilnahmen, votierten einstimmig für die Einführung des Kurstadtgutscheins, erzählt Witzke.

Mehr Flexibilität schaffen

Nicht jeder für sich, sondern alle zusammen, lautet der Gedanke, der hinter dem Gutschein steckt. Natürlich bieten derzeit alle Geschäfte in Bad Freienwalde Geschenkgutscheine für ihre Kunden an. Diese Gutscheine sind aber eben bislang auch nur in dem jeweils einzelnen Laden einlösbar. Der Kurstadtgutschein gilt dagegen für rund ein Dutzend Geschäfte, ein Lokal, einen Friseur sowie für das Kurmittelhaus. „Dadurch haben sowohl der Schenker als auch der Beschenkte natürlich deutlich mehr Flexibilität“, erläutert Robert Witzke und macht deutlich, dass sich die teilnehmenden Geschäfte davon einen Aufschwung versprechen.

Je mehr, desto besser

Zum einen im Bezug auf die Nachfrage der Gutscheine, zum anderen aber auch bei der Mitgliederzahl der Wirtschaftsgemeinschaft. „Je mehr mitmachen, desto interessanter wird dieses neue Angebot natürlich für die Kunden.“ Der Gutschein lebe von der Breite des Angebots. Nur Geschäftsleute, die Mitglied der Wirtschaftsgemeinschaft sind, können den Gutschein bei sich einlösen. „Wir hatten überlegt, ob wir auch jenen die Möglichkeit einräumen sollen, die keine Mitglieder sind, haben uns aber dagegen entschieden“, so der Vorsitzende. Zum einen sei es sinnvoller, dieses Serviceangebot intern zu halten, zum anderen hoffe er darauf, dass der Kurstadtgutschein vielleicht einige Händler und Gewerbetreibende dazu bewegt, sich der Wirtschaftsgemeinschaft anzuschließen.
„Das kann ja auch bei anderen Dingen ein Vorteil sein. Wenn sich die Gemeinschaft zum Beispiel für etwas in Bad Freienwalde einsetzt, sind wir umso lauter, je mehr wir sind“, macht Robert Witzke deutlich.

Idee in der Schublade gelegen

Ganz neu ist die Idee eines solchen Gutscheins übrigens nicht. Zum anderen gibt es so etwas in anderen Städten und Gemeinden auch schon, zum anderen wurde er selbst schon vor zwei Jahren auf die Idee gebracht, einen solchen Gemeinschafts-Gutschein auch in Bad Freienwalde anzubieten, gibt Witzke zu. „Ich war damals ganz neu im Amt des Vorsitzenden und musste mir zunächst mal einen Überblick verschaffen. Außerdem haben wir damals die Apotheke umgebaut und ich wurde zum dritten Mal Vater“, macht Witzke deutlich, dass das Jahr 2018 für ihn ein bewegtes war.

Entwurf in Arbeit

Nun soll es aber nicht mehr lange dauern, bis der Kurstadtgutschein erhältlich ist. Im Moment sei Grafiker Michael Anker mit dem Entwurf des Gutscheins beschäftigt, erzählt Witzke vom Stand der Dinge. Vorgabe für den Grafiker sei gewesen, dass ein Bezug zu Bad Freienwalde erkennbar sein soll. „Er hat erzählt, dass er schon eine Idee habe, mehr verrät er aber noch nicht. Es wird aber mehrere Entwürfe geben, die Mitglieder stimmen dann darüber ab, welchen wir für den Gutschein nehmen. Dann geht es zur Druckerei und ab Anfang November ist der Gutschein dann bei der Tourist-Information erhältlich“, erläutert Witzke, die nächsten Schritte. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft wäre der Gutschein dann also zu haben.