Feuerwehr-Übung bei Wriezen: Im Eis eingebrochen, so gelingt die Rettung

Übung in Lüdersdorf: Marcus Dannenberg von der Feuerwehr Wriezen im Überlebensanzug. Wie gut gelang die Rettung der im Eis eingebrochenen Person?
Feuerwehr Wriezen- Winterübung in Lüdersdorf: Rettung einer Person aus Eis am Dorfteich
- Alarm 18:42 Uhr „Person im Wasser/Eis“; Wehren aus Wriezen und Ortsteilen vor Ort
- Wasserwacht Strausberg unterstützt; „Opfer“ im Neoprenanzug im vereisten See
- Nach 16 Minuten gerettet, Einsatz nach 30 Minuten beendet; Loch im Teich verschlossen
- Lob für ruhiges Vorgehen; Warnung: Eisflächen nicht betreten, Notruf 112 wählen
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Winterliche Witterungsbedingungen bringen ganz eigene Herausforderungen für die Feuerwehrarbeit mit sich. Am Mittwochabend probten die Wriezener Ortswehren am Dorfteich Lüdersdorf den Ernstfall. Der Übungscharakter des Einsatzes blieb bis zuletzt geheim. Um 18:42 Uhr ging der Alarm unter dem Stichwort „Hilfeleistung Person im Wasser/Eis“ ein, wie der Wriezener Stadtwehrführer Hannes Möller berichtet.
Feuerwehrleute aus den Wehren Biesdorf, Lüdersdorf, Haselberg, Frankenfelde und aus Wriezen rückten unverzüglich zum Einsatzort aus. Die Feuerwehr Wriezen stellte das Boot für den Einsatz, der von der Wasserwacht Strausberg unterstützt wurde, so Möller. Ein Mitglied der Wasserwacht stellte sich zur Verfügung und stieg im Neoprenanzug in den vereisten See – er mimte die hilflose Person, die gerettet werden musste.
Die Feuerwehrleute sind laut Möller schnell am Einsatzort eingetroffen. Noch bevor das Boot zur Verfügung stand, seien die eingebrochene Person gesichert und erste Rettungsversuche mit Steckleiterteilen unternommen worden. Zudem hätten die Feuerwehrleute die in Not geratene Person einfühlsam und feinfühlig psychologisch betreut. „Das haben sie wirklich gut gemacht“, freut sich Möller über das beherzte und empathische Handeln seiner Kameraden.
Übung bei Wriezen, nach 16 Minuten aus dem Teich gerettet
Nur 16 Minuten habe es von dem ersten Alarm bis zur endgültigen Rettung der eingebrochenen Person aus dem eiskalten Wasser gebraucht. So konnte der Einsatz nach 30 Minuten beendet werden. Im Anschluss wurde nach Möllers Angaben das Loch im Dorfteich wieder ordnungsgemäß verschlossen, um keine Gefahr für die Allgemeinheit zu hinterlassen.
Marion Jakob, Leiterin des Fachbereichs Bau- und Ordnungsbehördliche Verwaltung, wohnte dem Einsatz bei, um die Einhaltung der Alarm- und Ausrückordnung zu überprüfen. Zudem wolle die Verwaltung, so Hannes Möller, wissen, ob die bestehende Ausrüstung der Wehren gut und ausreichend ist. Der Stadtwehrführer ist jedenfalls sehr zufrieden mit dem Verlauf der Übung – die eingebrochene Person sei vorbildlich beruhigt und betreut worden.

Der Dorfteich, an dem die Feuerwehr-Übung stattfand, befindet sich unmittelbar neben der Kita Lüdersdorf.
Feuerwehr WriezenVoll des Lobes ist auch der Lüdersdorfer Ortsvorsteher Dyrk Hennig, einst selbst Mitglied der Lüdersdorfer Einsatzabteilung, der die Übung als Augenzeuge beeindruckt und begeistert verfolgte, wie er selbst schildert. „Wie ruhig und sachlich die Feuerwehrleute gearbeitet haben“, habe ihn besonders zum Staunen gebracht. Die hohen Investitionen in die Wehren in Wriezen und den Ortsteilen, etwa die Errichtung des neuen Feuerwehrgerätehauses, das Ende 2024 eröffnet wurde, hätten sich definitiv gelohnt. „Ohne diese (Investitionen, Anm. d. Red.) wäre die Truppe nicht so geschlossen und einsatzbereit“, so Hennigs Überzeugung. Er zieht seinen Hut vor der „duften Truppe“ und spricht ein großes Lob an die Stadtwehrführung aus.
Feuerwehr Wriezen warnt vor dem Betreten von Eisflächen
Trotz der erfolgreichen Übung warnt Möller eindringlich vor dem Betreten der Eisflächen, gerade in Hinblick auf die jetzt und in den kommenden Tagen wieder steigenden Temperaturen. Sollten Bürger mitbekommen, dass jemand auf dem vereisten Wasser eingebrochen ist, sollte unverzüglich der Notruf (112) abgesetzt werden, noch bevor eigene Rettungsversuche erfolgen.

