Flüchtlinge bei Wriezen: Polizei greift zwölf Migranten an der Europabrücke Neurüdnitz auf

Die Europabrücke Neurüdnitz-Sikierki an der Grenze zu Polen. Am 5. Juni versuchten zwölf Migranten hier illegal einzureisen.
Ulrich Dahl (Archivfoto)In der beschaulichen Ortschaft Neurüdnitz bei Wriezen wurden am 5. Juni elf afghanische Bürger und ein irakischer Staatsangehöriger im Alter von 19 bis 46 Jahren von der Bundespolizei und der Landespolizei Brandenburg aufgegriffen. Ein Bürgerhinweis hatte die Einsatzkräfte auf die Gruppe aufmerksam gemacht. Bei der Kontrolle gegen 13.45 Uhr konnten die Männer keine Dokumente vorlegen, die ihren Aufenthalt in Deutschland legitimierten.
Die Polizisten nahmen die Männer mit zur Dienststelle und starteten ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise sowie des unerlaubten Aufenthalts. Die Männer gaben an, von einer unbekannten Person zur Grenzübergangsstelle Europabrücke Neurüdnitz-Siekierki gebracht worden zu sein.
Flüchtlinge bei Wriezen – elf Männer nach Polen zurückgewiesen
Aufgrund dieser Aussage eröffnete die Bundespolizei zusätzlich ein Verfahren gegen die nicht identifizierte Person, die der Einschleusung von Ausländern verdächtigt wird.
Vier der aufgegriffenen Personen klagten über Schmerzen an Händen und Füßen sowie über Erschöpfung und mussten daher vorübergehend im Krankenhaus Wriezen behandelt werden. Nachdem die polizeilichen Maßnahmen abgeschlossen waren, wurden elf der Männer nach Polen zurückgewiesen – sie konnten keine Asylgründe vorbringen. Die Zurückweisung erfolgte reibungslos und ohne Zwischenfälle, wie ein Sprecher für Öffentlichkeitsarbeit der Polizei bestätigte.
Ein Mann, der um Schutz ersuchte, wurde von den Behörden an die Erstaufnahmeeinrichtung Brandenburg weitergeleitet. Die Erstaufnahmeeinrichtung in Brandenburg besteht aus dem Ankunftszentrum in Eisenhüttenstadt und vier weiteren Standorten in Frankfurt/Oder, Wünsdorf (Zossen) und Doberlug-Kirchhain.

