Fontane-Projekt: Heimatgeschichte auf Video

Die Macher: Nelly Strehl, Gesa Richnow, Friederike Wudka, Leony Schluchter, Negin Izadi-Haghighi und Dennis Wenzien (v. l.) haben Reinhard Schmook, ihren Ansprechpartner bei der Albert-Heyde-Stiftung, nach der Filmpräsentation in ihre Mitte genommen.
Anett ZimmermannDie Ausstellungseröffnung und Filmpräsentation am Freitagvormittag in der Aula des Bertolt-Brecht-Gymnasiums waren bereits im Juni angekündigt worden, als die am Projekt beteiligten Schüler ihre sechs Tafeln erstmals in den Räumen der Sparkasse hinter der Nikolaikirche vorstellten. Da war allerdings das Video noch nicht fertig, auf das nun nicht nur Reinhard Schmook, Kurator der Albert-Heyde-Stiftung und zugleich Betreuer des Schülerprojekts, gespannt war.
Heimatverbundenheit fördern
Bevor es zu sehen war, erinnerte er an die Zwecke der Stiftung, zu denen auch die Förderung der Heimatverbundenheit gehört. Als die gemeinsam diskutierte Methode klar gewesen sei, hätten die sechs Schüler, die sich auf ihr Abitur im nächsten Jahr vorbereiten, sehr selbstständig gearbeitet, hob er anerkennend hervor und hatte für jeden ein Exemplar einer Begleitschrift dabei, in der auch auf die Arbeiten der Jugendlichen eingegangen wird.
Die Tafeln würden später ihren festen Platz im Geschichtsflur in der oberen Etage des Gymnasiums finden, freute sich Schmook über eine weitere Neuigkeit des des Tages. So gesehen sei das Projekt auch nachhaltig. Darüber hinaus habe es Potenziale aufgezeigt, erklärte er mit Blick auf die künstliche Ruine, die von der Weinbergstraße aus zu erreichen ist und einen schönen Blick auf einen Teil der Kurstadt eröffnet. „Wir sollten dort allerdings häufiger saubermachen.“
Reinhard Schmook dankte zudem weiteren Unterstützern des Projekts, darunter der Stiftung der Sparkasse Märkisch-Oderland, der Stadt Bad Freienwalde, Optikermeister Dietmar Ortel, Unternehmer Detlef Malchow und dem SPD-Ortsverein Bad Freienwalde. Friederike Wudka wiederum wandte sich an Schmook: „Wir haben die Zusammenarbeit mit Ihnen sehr genossen.“ Das Projekt habe auch viel Freude gebracht. Und Dennis Wenzien ergänzte: „Die Zusammenarbeit mit Reinhard Schmook war und ist etwas Besonderes. Er war für uns ein guter Ansprechpartner, wir konnten uns stets mit Fragen an ihn wenden.“ Auch mit historischen Aufnahmen habe er den Jugendlichen weitergeholfen.
Gemeint war unter anderem ein Foto des Rosengartens (Brunnenkirchhof), auf dem einige der einstigen Grabanlagen zu sehen sind. Für den zehnminütigen Film, der Fontane-Orte in Bad Freienwalde und im benachbarten Falkenberg zeigt, gab es anschließend immer wieder Beifall, kamen doch abwechselnd Klassen in die Aula, um sich den Streifen anzuschauen. Schulleiterin Kristina Doerschel bezeichnete das Ergebnis des Projekts als erstaunlich und erfreulich. Es zeige zudem, was in Zusammenarbeit mit der Stadt und der Region möglich ist. Marco Büchel, Ex-Landtagsabgeordneter (Linke), einstiger Schüler und heutiger Förderer des Gymnasiums zeigte sich ebenfalls beeindruckt: „Wir wollten das Fontanejahr für die Stadt nutzen. Das ist auch hier gelungen.“ Und klar: Reinhard Schmook bat am Ende um eine Kopie des Films für das Archiv.
In Kürze
Die Ausstellung "Theodor Fontanes Begegnungen mit Freienwalde – eine Spurensuche zum 200. Geburtstag" wird noch bis Jahresende im Oderlandmuseum in Bad Freienwalde, Uchtenhagenstraße 2, gezeigt. Dort ist auch die Begleitschrift "Freienwalde – hübsches Wort für hübschen Ort"erhältlich, ISBN 978-3-933603-62-3, 14 Euro. Das Museum hat Mittwoch bis Sonnabend 11 bis 17 Uhr geöffnet.
Der Videofilm soll bei Youtube eingestellt werden. Die Ausstellungstafeln der Schüler werden einen festen Platz im Bertolt-Brecht-Gymnasium, Am Scheunenberg 1, finden.⇥azi