"Die Vorstellung war zu dürftig. Unsere Mannschaft erwies sich einfach als nicht griffig genug und konnte nur in ganz seltenen Fällen Nadelstiche setzen. Zudem kam bei zwei Aluminiumtreffern auch noch Schusspech hinzu", meinte Wriezens Vereinschef Peter Küster nach dem wahrlich enttäuschenden Auftritt der Platzherren. Während Coach Adamski merklich angefressen ohne ein Wort in die Kabine marschierte, präsentierte sich Bötzows Cheftrainer Marco Meißner wesentlich redseliger. "Wir haben die Gastgeber über weite Strecken nicht ins Spiel kommen lassen. Natürlich hatten wir auch Fortuna in einigen Situationen auf unserer Seite, wie bei dem Pfosten- und Querlattentreffer der Wriezener. Aber dennoch ist unser Erfolg durchaus verdient", freute sich Meißner, der zudem lobende Worte für den Unparteiischen Stefan Kotte fand. "Der Elfmeter, der zum 0:2 führte, geht allemal in Ordnung. Ich habe exakt auf Ballhöhe gestanden und der Wriezener ist aktiv mit dem Arm zum Ball gegangen", so der sympathische Eintracht-Coach.
Heimelf verpasst frühe Führung
Den besseren Auftakt erwischte indes die Heimelf, die bereits nach wenige Minuten mit einem Pfostenschuss Pech hatte. In der Folgezeit waren es indes die Gäste, die früh attackierten. Das zahlte sich in der 27. Minute aus, als der agile Tom Sander Wriezens Schlussmann Andreas Elischer zum 0:1 überwand. Der Gästejubel war noch nicht ganz verklungen, da glichen die Adamski-Schützlinge auch schon aus. Routinier Andre Herrmann traf zum 1:1-Ausgleich (28.). Das Ergebnis hatte bis zum Pausenpfiff Bestand.
Gäste das homogenere Team
Nach dem Seitenwechsel setzten die nun erfrischend aufspielenden Meißner-Kicker zunächst die Akzente. Sie hatten deutlich mehr Ballbesitz, während die Blau-Weißen tief standen und sich aufs Kontern verlegten. Das klappte auch das eine oder andere Mal, wie in der 70. Minute, als Matthias Krüger am Quergebälk scheiterte. Zuvor setzte allerdings Bötzows Tom Sander das runde Leder an den Pfosten des Wriezener Kastens (50.) und den Schuss von Niklas Reibold klärte Wriezens Christopher Baatz per Kopf für seinen bereits geschlagenen Keeper Elischer (64.).
In der Schlussphase ging es dann noch einmal hoch emotional zu, als Paul Mann einen umstrittenen Handelfmeter verursachte. Da der Heißsporn sich nach dem Pfiff auch noch verbal und gestikulierend mit Schiedsrichter Kotte anlegte, zog er natürlich mit der gelb sowie gelb/roten Karte den Kürzeren (82.). Davon unbeeindruckt verwandelte René Körter den Strafstoß zum 1:2 (84.). In der Nachspielzeit war es dann abermals Tom Sander, der mit seinem zweiten Tor in der 92. Minute zum 1:3 traf.