Garten: In Wriezen das Gefühl der Toscana erleben
Im Jahr 2000 sind die Schmidts in ihren Bungalow in Wriezen gezogen und begannen gleich mit der Gestaltung des Gartens. „An einen Rosengarten haben wir damals eigentlich noch gar nicht gedacht“, erzählt Simone Schmidt. Auf die erste folgte die zweite und plötzlich waren es mehr als 100 Rosenarten. Darunter auch die Bobby James, eine der ältesten Rosenzüchtungen überhaupt. „Diese Art gibt es seit etwa 200 Jahren“, erzählt Herbert Schmidt, für den Sport und Garten die beiden großen Hobbys sind, bei denen er vom Alltag abschalten kann.
Der Traum vom Süden
„Das ist doch hier der Traum vom Süden.“ Bei diesem Satz lässt Herbert Schmidt den Blick über den Garten schweifen. Besser kann man es tatsächlich nicht ausdrücken. Simone und Herbert Schmidt haben sich eine Oase der Glückseligkeit geschaffen, in der man die Welt drumherum tatsächlich komplett vergessen kann.
Diese Idylle beanspruchen die Schmidts aber nicht nur für sich alleine. Seit dem Jahr 2010 beteiligen sie sich an der Aktion der „Offenen Gärten“, bei der Gartenbesitzer das Gartentor öffnen und Gäste hereinlassen. „Wir hatten schon so viele Leute bei uns. Das Schöne an dieser Aktion sind die Begegnungen mit den Menschen, die zu uns kommen und Freude an dem Garten haben“, strahlt Simone Schmidt.
Zwischendurch haben die Schmidts auch mal pausiert, in diesem Jahr wollten sie ihren Besuchern wieder richtig etwas bieten, sogar eine Brass–Band hatten sie engagiert, die die Veranstaltung musikalisch umrahmen sollte. Doch dann kam Corona und alles wurde anders. Dank der Lockerungen der Kontaktbeschränkungen, die inzwischen gelten, muss der Tag der Offenen Gärten nicht völlig ausfallen. Immerhin 15 Besucher durften sich für die Veranstaltung bei den Schmidts per E–Mail anmelden und gestern den Rosengarten besuchen. Aber so wie geplant, wurde es natürlich nicht. Vielleicht im nächsten Jahr wieder.
Und wer weiß, wie der Garten sich dann präsentiert. Denn dieser Garten ist im stetigen Wandel. „Den habe ich immer wieder umgestaltet“, erzählt Herbert Schmidt. Immer wieder pflanzt er die Rosen und andere Gewächse um, die Rosenbeete sind inzwischen sogar thematisch gestaltet. Einfach nur im Garten sitzen und genießen, geht für den leidenschaftlichen Gärtner offenbar nicht — die ständige Umgestaltung ist für ihn Teil des Genusses.




