Garten
: In Wriezen das Gefühl der Toscana erleben

Herbert Schmidt hat sich und seiner Frau Simone in Wriezen eine Oase geschaffen. Dabei lebt der Garten vom steten Wandel.
Von
Jörn Kerckhoff
Wriezen
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  • Der Gärtner und seine Rosenliebhaberin: Simone Schmidt liebt die Rosen, ihr Mann Herbert zaubert ihr dafür einen ganzen Rosengarten – und den auch noch immer wieder neu. Der Garten der Schmidts ist wie ein lebendiger Organismus.

    Der Gärtner und seine Rosenliebhaberin: Simone Schmidt liebt die Rosen, ihr Mann Herbert zaubert ihr dafür einen ganzen Rosengarten – und den auch noch immer wieder neu. Der Garten der Schmidts ist wie ein lebendiger Organismus.

    Jörn Kerckhoff
  • Wie in der Toscana: Der Rosengarten in Wriezen präsentiert sich den Besuchern wie eine Oase und erinnert einen an den letzten Urlaub in Italien.

    Wie in der Toscana: Der Rosengarten in Wriezen präsentiert sich den Besuchern wie eine Oase und erinnert einen an den letzten Urlaub in Italien.

    privat
  • Gartenkunst: Eine Sichtachse, wie sie der Generalgartendirektor der königlich preußischen Gärten, Peter Joseph Lenné schuf, entdeckt man auch in Wriezen.

    Gartenkunst: Eine Sichtachse, wie sie der Generalgartendirektor der königlich preußischen Gärten, Peter Joseph Lenné schuf, entdeckt man auch in Wriezen.

    Jörn Kerckhoff
  • Eintauchen ins Blütenmeer: Mehr als 100 verschiedene Rosenarten sind in dem Garten zu sehen. Unter anderem wurde mit den edlen Gewächsen ein Rosengang geschaffen.

    Eintauchen ins Blütenmeer: Mehr als 100 verschiedene Rosenarten sind in dem Garten zu sehen. Unter anderem wurde mit den edlen Gewächsen ein Rosengang geschaffen.

    privat
  • Der Hut des Gärtners: Wie zufällig scheint die Kopfbedeckung auf dem Tisch zu liegen. Doch bei Herbert Schmidt ist nichts wirklich zufällig – nicht im Garten und nicht auf den Fotos.

    Der Hut des Gärtners: Wie zufällig scheint die Kopfbedeckung auf dem Tisch zu liegen. Doch bei Herbert Schmidt ist nichts wirklich zufällig – nicht im Garten und nicht auf den Fotos.

    privat
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Im Jahr 2000 sind die Schmidts in ihren Bungalow in Wriezen gezogen und begannen gleich mit der Gestaltung des Gartens. „An einen Rosengarten haben wir damals eigentlich noch gar nicht gedacht“, erzählt Simone Schmidt. Auf die erste folgte die zweite und plötzlich waren es mehr als 100 Rosenarten. Darunter auch die Bobby James, eine der ältesten Rosenzüchtungen überhaupt. „Diese Art gibt es seit etwa 200 Jahren“, erzählt Herbert Schmidt, für den Sport und Garten die beiden großen Hobbys sind, bei denen er vom Alltag abschalten kann.

Der Traum vom Süden

„Das ist doch hier der Traum vom Süden.“ Bei diesem Satz lässt Herbert Schmidt den Blick über den Garten schweifen. Besser kann man es tatsächlich nicht ausdrücken. Simone und Herbert Schmidt haben sich eine Oase der Glückseligkeit geschaffen, in der man die Welt drumherum tatsächlich komplett vergessen kann.

Diese Idylle beanspruchen die Schmidts aber nicht nur für sich alleine. Seit dem Jahr 2010 beteiligen sie sich an der Aktion der „Offenen Gärten“, bei der Gartenbesitzer das Gartentor öffnen und Gäste hereinlassen. „Wir hatten schon so viele Leute bei uns. Das Schöne an dieser Aktion sind die Begegnungen mit den Menschen, die zu uns kommen und Freude an dem Garten haben“, strahlt Simone Schmidt.

Zwischendurch haben die Schmidts auch mal pausiert, in diesem Jahr wollten sie ihren Besuchern wieder richtig etwas bieten, sogar eine Brass–Band hatten sie engagiert, die die Veranstaltung musikalisch umrahmen sollte. Doch dann kam Corona und alles wurde anders. Dank der Lockerungen der Kontaktbeschränkungen, die inzwischen gelten, muss der Tag der Offenen Gärten nicht völlig ausfallen. Immerhin 15 Besucher durften sich für die Veranstaltung bei den Schmidts per E–Mail anmelden und gestern den Rosengarten besuchen. Aber so wie geplant, wurde es natürlich nicht. Vielleicht im nächsten Jahr wieder.

Und wer weiß, wie der Garten sich dann präsentiert. Denn dieser Garten ist im stetigen Wandel. „Den habe ich immer wieder umgestaltet“, erzählt Herbert Schmidt. Immer wieder pflanzt er die Rosen und andere Gewächse um, die Rosenbeete sind inzwischen sogar thematisch gestaltet. Einfach nur im Garten sitzen und genießen, geht für den leidenschaftlichen Gärtner offenbar nicht — die ständige Umgestaltung ist für ihn Teil des Genusses.