Grundstücksmarkt
: Bauflächen in Prötzel werden rar

Die Gemeindevertreter in Prötzel weisen neues Bauland in Harnekop aus. Viele Flächen gibt es nicht mehr.
Von
Thomas Berger
Prötzel
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Neue Bauplätze sind rar: Mehrere Eigenheime entstehen derzeit in Prötzel an der Stelle des früheren 32-WE-Blocks.

Thomas Berger

Acht weitere Gebäude möglich

Die 10 000 Quadratmeter große Fläche am südlichen Ortseingang sei eine der wenigen dieser Größenordnung, wo insgesamt in der Gemeinde noch zusätzliche Bebauung überhaupt vorstellbar sei, hatte Andreas Schröck als Vorsitzender des Bauausschusses zu Beginn der Aussprache über den Tagesordnungspunkt betont. Reiner und Monika Bartsch als Antragsteller haben bereits auf der angrenzenden Fläche, die am Abzweig Siedlerstraße liegt und sich über vier Flurstücke erstreckt, vier Eigenheime errichtet. Acht weitere Ein– oder Mehrfamilienhäuser könnten nun auf dem bislang unbebauten Grundstück nebenan dazukommen, um das es aktuell geht.

Wie Schröck zur Gemeindevertretersitzung in Erinnerung rief, hat Prötzel von den übergeordneten Planungsebenen vor einiger Zeit enge Grenzen für weiteres Bevölkerungswachstum durch zusätzliches Bauland auferlegt bekommen. Jede Neuausweisung muss damit gut überlegt sein. In der Abklärung mit der im Amt zuständigen Mitarbeiterin Elke Bundrock sei herausgekommen, dass die 10 000 Quadratmeter an dieser Stelle sinnvoll wären. Gerade in Harnekop gebe es sonst fast überall Einschränkungen durch angrenzenden Wald oder Windeignungsgebiete. „Diese Fläche schreit damit förmlich nach Bebauung“, durch eine auszuweisende Stichstraße, so die Vorberatungen im Ausschuss, solle eine bessere Erschließung ermöglicht werden.

In der weiteren Abarbeitung der Angelegenheit durch das Amt geht es unter anderem noch um die Finanzierung der Planungskosten. Die Notwendigkeit eines B–Plans aufgrund der Flächengröße war dem Ehepaar schon bei einem Gespräch mitgeteilt worden.

Im Ortsteil Prötzel ist seit einer Weile das Wachsen neuer Eigenheime auf der einstigen Fläche des 32–WE–Blocks gegenüber von Kita und Schule zu beobachten. Das vierstöckige Gebäude, das früher dort stand, war im Herbst 2016 abgerissen worden. Für den Siedlungsteil Stadtstelle wurde in der Sitzung am Montagabend noch die Abwägung zur Außenbereichssatzung beschlossen — ebenfalls einstimmig.