Für den Gastgeber lief es in der Anfangsphase zäh, da die Unparteiischen Kai Argewalt und Steffen Kaußmann besonders beim Jahn-Ensemble sehr kleinlich pfiffen, was vier Zeitstrafen zu Beginn dokumentierten. Die keineswegs harmlosen Gastgeber bekamen lediglich eine. Schnell hatte sich die Kunze-Sieben jedoch darauf einstellt und zog vom 2:2 durch Tore von Leon Jagow (3) und Chris Mattias bei einem Gegentreffer von Finsterwaldes Christopher Knecht auf 6:3 davon. In der Folgezeit schickten die Schiris nacheinander Max Mattias, Leon Jagow, Oliver Viert mit Zeitstrafen an den Spielfeldrand. Doch auch in Unterzahl ließen sich die Freienwalder nicht mehr stoppen. Vielmehr schraubten sie das Resultat mit Toren von Raik Höhne und Chris Mattias auf 8:3.
Instruktionen in der Auszeit
Als Vorsichtsmaßnahme scharte Gunnar Kunze seine Mannen mit einer Auszeit um sich und mahnte zur Besonnenheit nebst der Forderung, die Führung komfortabel auszubauen. Mit Erfolg, da die Kurstädter bis zur Halbzeitpause gar auf 15:7 enteilten.
Nach dem Seitenwechsel drehten die Gastgeber gegen merklich abbauende Finsterwalder richtig auf. Ein bärenstarker Jakub Wamka im Jahn-Tor vereitelte nun mehrere Finsterwalder Großchancen, während Mias Skenderski im Verbund mit Chris Mattias den Gästen mächtig einschenkte. Nach lediglich 37 Minuten lagen die Kurstädter mit 20:10 uneinholbar in Führung. Da sich die Nachwuchsakteure Henrik Fischbach, Steven Miers und Tim Gollung für die gewährte Spielzeit mit Treffern bedankten, war die Vorentscheidung früh gefallen. Über 20:11 und 22:13 zogen die Kunze-Schützlinge auf 25:14 davon. In der Schlussphase spielte Bad Freienwalde die Angriffe ruhig und überlegt zu Ende. Markus Block und Raik Höhne trafen doppelt gegen die Finsterwalder, die zu diesem Zeitpunkt längst ihre Linie verloren hatten. Der Rest war für die junge Jahn-Truppe Routine. Der Schlussakkord gehörte indes den Gästen, für die Luke Juraschek den 20. Treffer zum 32:20-Endstand erzielte.
Sonderlob für Jahn-Torsteher
"Unsere Jungs haben sich von den Unparteiischen nicht verrückt machen lassen und die Partie souverän nach Hause gebracht", bilanzierte Teamchef Thomas Mattias. "Bezeichnend ist es gewesen, dass wir die Zeitstrafen bestens kompensieren konnten. Zudem erwischte unser Schlussmann Jakub Wamka einen Schokoladentag und vollbrachte etliche Großtaten."
Die junge Kurstadttruppe scheint also bestens gerüstet für den am Sonnabend (18 Uhr) anstehenden Liga-Hit gegen den bis dato noch ungeschlagenen und verlustpunktfreien Spitzenreiter HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf.
Bad Freienwalde: Jacub Wamka – Steven Miers (3), Henrik Fischbach, Chris Mattias (7), Oliver Viert (1), Tim Gollung (2), Max Mattias, Raik Höhne (4), Misa Senderski (7), Leon Jagow (6), Markus Block (2)