Investition
: Zwei neue Helfer in der Halle

Bewässerungsanlagen sind gefragt. Die Regner- und Stahlbau Wriezen GmbH hat deshalb zwei neue Maschinen angeschafft.
Von
Anett Zimmermann
Wriezen
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  • Maschine im Container: Christian Raasch, Mitarbeiter der Regner- und Stahlbau Wriezen GmbH, erläutert die Funktionsweise des neuen Schweißroboters, links Bürgermeister Karsten Ilm (CDU).

    Maschine im Container: Christian Raasch, Mitarbeiter der Regner- und Stahlbau Wriezen GmbH, erläutert die Funktionsweise des neuen Schweißroboters, links Bürgermeister Karsten Ilm (CDU).

    Anett Zimmermann
  • Seitenansicht: Vor der Luke wird der Schweißroboter bestückt, vorn auf dem Tisch stehen bereits fertige Teile.

    Seitenansicht: Vor der Luke wird der Schweißroboter bestückt, vorn auf dem Tisch stehen bereits fertige Teile.

    Anett Zimmermann
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Wir wollen doch zufriedene Kunden“, sagt Monika Auerbach, die bei den Spezialisten für Beregnungs- und Bewässerungstechnik in Wriezen vor allem im Verkauf und als Prokuristin tätig ist. Und es mache nun einmal keinen Spaß, vertrösten oder gar absagen zu müssen. Zumal der Familienbetrieb schon seit Längerem die zunehmende Nachfrage nach entsprechenden Anlagen verzeichnet. Deshalb habe man im Juni und damit noch vor dem zweiten heißen und trockenen Sommer hintereinander die Entscheidung getroffen, zwei neue Maschinen anzuschaffen, berichtet Geschäftsführer Claus Auerbach. „Wir waren gezwungen, etwas zu tun“, fügt er hinzu und verweist auch darauf, dass Fachkräfte immer schwieriger zu finden seien.

Also habe man geschaut, welche Maschinen in Frage kommen, zumal der Ein-Schicht-Betrieb mit den zurzeit 29 Mitarbeitern beibehalten werden sollte. Am Ende seien dies die nun in der Vorbereitung eingesetzte Säge und der speziell auf die Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnittene Schweißroboter gewesen. An der Säge werden die meist sechs Meter langen Rohre zugeschnitten. „Wir haben tausend verschiedene Längen und Durchmesser“, gibt Claus Auerbach zu bedenken.

Mit dem Roboter habe man die Schweißzeiten bereits deutlich reduziert, erläutert er und spricht von einer 50-prozentigen Steigerung in der Fertigung. Dabei seien die beiden neuen Maschinen erst seit Ende September im Einsatz. Mitarbeiter Christian Raasch hat den passenden Vergleich parat: „Der Handschweißer schafft 20 Teile in der Stunde, der Roboter 40 bis 50“, sagt er und verweist darauf, dass an der Maschine zum Beispiel das Heften der Teile entfällt. Um den Roboter bedienen zu können, hat er bereits verschiedene Lehrgänge besucht. Vieles sei jedoch noch Learning by doing und werde es mit Blick auf Sonderanfertigungen zum Teil wohl auch bleiben.

Rund 150 000 Euro hat die Regner- und Stahlbau Wriezen in die beiden Maschinen investiert und dafür auch die 40-prozentige Förderung des Programms zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ über die Investitionsbank des Landes Brandenburg genutzt. „Die Anschaffung hätten wir auch allein realisiert“, sagt Claus Auerbach, doch so könne man sich bereits den nächsten Herausforderungen stellen.

Weitere Veränderungen geplant

Schließlich platze die Halle, in der jetzt auch die beiden neuen Maschinen stehen, aus allen Nähten. Sie soll eine reine Produktionshalle und die Maschinen darin dann besser als bisher angeordnet werden. „Wir wollen das Putzen, Vernieten und Verpacken ausgliedern und in der Nachbarhalle unterbringen“, blickt Claus Auerbach voraus. Doch diese Halle sei keinesfalls leer, sondern werde bisher als Lager genutzt. „Wir brauchen also mehr Platz.“ Entsprechende Verhandlungen mit einem Nachbar seien bereits angeschoben. Der neue Lagerplatz selbst sei dann aber Aufgabe der bereits im Unternehmen eingebundenen nachfolgenden Generation.

Mit Interesse verfolgen auch Daniel Jourdan und Mattias Fenchel von Perrot Regnerbau Calw die Entwicklung bei der Regner- und Stahlbau Wriezen GmbH. „Sie ist der größte Kunde von uns“, heißt es bei der offiziellen Übergabe der neuen Maschinen, zu der ebenfalls Bürgermeister Karsten Ilm (CDU) eingeladen ist. Vom 10. November an wird sich das Unternehmen übrigens wieder auf der Agritechnica, der Weltleitmesse für Landtechnik, in Hannover präsentieren.