Jubiläum: Mitfahrer fürs Jubiläum in Bad Pyrmont willkommen
Bad Pyrmont hat 2020 mehr als einen Grund zum Feiern. Und wenn Anfang Juli das 300–jährige Stadtjubiläum groß begangen werden soll, wollen natürlich auch Vertreter aus Bad Freienwalde gratulieren. Beide Kommunen verbindet dann seit fast 30 Jahren eine Partnerschaft. „Alles begann in einer Zeit, die von Umbruch, Unsicherheiten und neuen Wegen dominiert war“, hat dazu Marco Büchel, Vorsitzender des Oberbarnimer Kulturvereins (OKV), kürzlich an den Städtepartnerschaftsverein in Bad Pyrmont geschrieben und lädt nun Bad Freienwalder ein, sich der Fahrt vom 4. bis 6. Juli nach Niedersachsen anzuschließen.
„Interessierte sollten sich schnellstmöglich beim OKV anmelden“, sagt Büchel, der vor etwa 15 Jahren das erste Mal in Bad Freienwalde Freunde aus Bad Pyrmont mitbegrüßen durfte und sich auch gern an seinen ersten Gegenbesuch erinnert. Die Kosten für die Fahrt im nächsten Juli richten sich je nach Unterbringung. „Der Bus wird jedoch durch die Stadt Bad Freienwalde finanziert“, erläutert der OKV–Chef. Ganz bewusst habe man sich für einen Aufenthalt von Sonnabend bis Montag entschieden. „Wir wollen unbedingt am Festumzug teilnehmen.“ Solche Beteiligungen gehören zur Tradition.
Neben der Fahrt zum Stadtjubiläum seien längst auch weitere Treffen vorgesehen, berichtet Marco Büchel. So werde das Orchester Bad Freienwalde im März zum Beispiel einen musikalischen Gruß nach Bad Pyrmont bringen. Für den 3. Oktober — den Tag der offiziellen Unterzeichnung der Städtepartnerschaft — sei man unterdessen noch etwas am Überlegen. Hintergrund ist, dass der 30. Jahrestag der Deutschen Einheit in Potsdam und damit in Brandenburgs Landeshauptstadt gefeiert werden soll. „Da bietet es sich doch geradezu an, dass wir unser Städtepartnerschaftsjubiläum damit verknüpfen“, sagt Büchel.
Für die nächste Vereinszeitung in Bad Pyrmont hat er übrigens noch etwas festgehalten: „Es war der 27. Dezember 1989, ein wohl typischer Dezembertag, als ein Trabi aus Bad Freienwalde den Weg nach Bad Pyrmont fand. Die damalige Bürgermeisterin der ältesten Kurstadt der Mark Brandenburg Elfi Behrens nahm den weiten Weg auf sich, um den Kontakt in das Staatsbad Bad Pyrmont aufzunehmen. Eine Partnerschaft — eine Städtepartnerschaft — sollte entstehen. Es war wohl ,Liebe auf dem ersten Blick’, die bis heute nach über 30 Jahren weiterhin tief verbindet — zwei Orte und ihre Menschen.“
Marco Büchel erinnert ebenfalls daran, dass Fachleute aus der Bad Pyrmonter Verwaltung den Bad Freienwaldern mit Rat und Tat zur Seite standen. So habe der Bad Pyrmonter Jörg Rieger gemeinsam mit der Bad Freienwalderin Gudrun Zander einen großen Anteil daran, dass hier eine neue Kurklinik entstand und sich entwickeln konnte.
Im nächsten Jahr gebe es, so Büchel weiter, auch einen Städtepartnerschaftslauf. Dieser wird alle fünf Jahre durch die Läufergruppe „Die Lokvögel“ des ESV 49 Angermünde mit den befreundeten Läufergruppen aus Bad Freienwalde, Lügde und Bad Pyrmont organisiert. Start ist diesmal am 2. Juli in Angermünde. Zwei Tage später wollen die etwa 40 bis 50 Teilnehmer aus den vier Städten und deren Umgebung im etwa 460 Kilometer entfernten Bad Pyrmont eintreffen.
Ideen gehen nicht aus
„Lasst uns für unsere Partnerschaft gemeinsam werben“, hatte Marianne Weiland vom Städtepartnerschaftsverein im August bei einem Aufenthalt in Bad Freienwalde erklärt. Es sei eine innerdeutsche Partnerschaft mit europäischem Gedanken, hob sie hervor. „Wir pflegen eine wunderbare Freundschaft“, war damals auch von Angelika Rudolph zu hören. „Ich fühle mich in Bad Freienwalde wie zu Hause.“ Karin Heininger und Martina–Maria Goldstein zeigten sich im Sommer ganz angetan vom Oderbruchmuseum in Altranft. „Dort wären wir gern länger geblieben, es ist didaktisch toll gemacht“, fanden die beiden Frauen. Und fürs nächste Mal gab es auch schon eine Idee: „Wir waren noch nicht im Theater am Rand.“
Kontakt: Oberbarnimer Kulturverein, Georgenkirchstraße, 16259 Bad Freienwalde, Telefon 03344 332370, E–Mail konzerthalle@bad-freienwalde.de

