Katastrophenschutz bei Wriezen
: In der Turnhalle Altreetz wird der Ernstfall geprobt

Um für den Ernstfall gewappnet zu sein, kündigt das Amt Barnim-Oderbruch einen Probebetrieb des Katastrophenschutz-Leuchtturmes in der Turnhalle Altreetz an. Auch die Bürger sind eingeladen.
Von
Felix Krone
Altreetz
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Die Turnhalle Altreetz ist einer von zwei Leuchttürmen für den Katastrophenschutz im Amt Barnim-Oderbruch.

Die Turnhalle Altreetz ist einer von zwei Leuchttürmen für den Katastrophenschutz im Amt Barnim-Oderbruch.

Felix Krone
  • In der Turnhalle Altreetz wird am Donnerstag ein Probebetrieb des Katastrophenschutz-Leuchtturms durchgeführt.
  • Bürger können sich von 18.30 Uhr bis ca. 20 Uhr vor Ort informieren und Fragen stellen.
  • Getestet werden u. a. Trinkwasseraufbereitung, Notstrom, mobile Heizung und Satellitenfunk.
  • Leuchttürme dienen im Ernstfall als Anlaufstellen – mit Infos, Erste Hilfe und Trinkwassernotversorgung.
  • Das Amt Barnim-Oderbruch sucht Ehrenamtliche, um den Betrieb im Ernstfall unterstützen zu können.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wie Frank Fiedler, Amtsdirektor des Amtes Barnim-Oderbruch, am Montagvormittag bekannt gab, findet am Donnerstag (9. Juli) in der Turnhalle Altreetz ein Probebetrieb des Katastrophenschutz-Leuchtturmes statt. „Das heißt, es werden alle vorgesehenen Systeme aufgebaut und deren Einsatzbereitschaft getestet. Darüber hinaus sind die Bürgerinnen und Bürger ab 18.30 Uhr bis ca. 20 Uhr eingeladen, sich hier zu informieren und sich selbst ein Bild über die Ausstattung zu machen und auftretende Fragen zu stellen“, erklärt Fiedler.

Zu den für den Ernstfall vorgesehenen Systemen gehören eine Trinkwasseraufbereitungsanlage, ein Notstrom-Aggregat, eine mobile Heizungsanlage sowie eine Funk-Satelliten-Schüssel, die die Kommunikation nach außen gewährleisten soll, wenn das Mobilfunknetz ausgefallen ist, wie Fiedler auf Anfrage dieser Zeitung informiert.

Darüber hinaus werden Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bereitgestellt, die aufklären, worüber man sich im Vorfeld des Ernstfalls Gedanken machen sollte. „Unser Alltag kann aus vielen Gründen unterbrochen werden. Ein Unfall, ein Extremwetter oder eine Sabotage können die Leitungen für Strom, Wasser, Gas oder Mobilfunk beschädigen. Cyberangriffe können die IT-Systeme stören, die wir im Alltag benötigen, zum Beispiel in Krankenhäusern, Versorgungswerken oder Supermärkten“, heißt es in dem Ratgeber.

Wichtige Informationen für die Bevölkerung für den Ernstfall

Eine Checkliste mit allgemeinen Hinweisen für die Vorbereitung auf Notfälle und Katastrophen hilft dabei, solche Situationen besonnen angehen zu können. In den Ratgebern des Bundesamtes wird zum Beispiel darüber aufgeklärt, wie viel Wasser und Lebensmittel man für den Ernstfall in den eigenen vier Wänden bereithalten sollte. Beim Probebetrieb des Leuchtturmes in Altreetz am Donnerstag wird darüber hinaus ein Stand des Landkreises Märkisch-Oderland zu besichtigen sein, der illustriert, welche und wie viele Lebensmittel man bereithalten sollte.

Die Katastrophenschutz-Leuchttürme im Land Brandenburg dienen im Krisenfall  als zentrale Anlaufstellen. Sie sollen die Selbsthilfefähigkeiten der Bevölkerung unterstützen und gegebenenfalls ergänzen. Die Bürgerinnen und Bürger erhalten hier Informationen zur Schadenslage. Des Weiteren werden Erste Hilfe, Trinkwassernotversorgung, die Möglichkeit, Notrufe abzusetzen, sowie die Organisation von Hilfsmaßnahmen für Personen, die auf Unterstützung angewiesen sind, angeboten.

Vorderseite der Turnhalle in Altreetz. Hier sollen technische Systeme, wie etwa ein Notstromaggregat und eine Trinkwasseraufbereitungsanlage, für den Ernstfall überprüft werden.

Vorderseite der Turnhalle in Altreetz. Hier sollen technische Systeme, wie etwa ein Notstrom-Aggregat und eine Trinkwasseraufbereitungsanlage, für den Ernstfall überprüft werden.

Felix Krone

Sie können auch als zeitlich begrenzte Wärmeinseln genutzt werden und es besteht die Möglichkeit, mitgebrachte Nahrung zu erwärmen und zu verzehren. Weiterhin erfolgt die Bereitstellung von Lademöglichkeiten für mobile Kommunikationsgeräte, wie das Amt Barnim-Oderbruch mitteilt. Im Amtsgebiet sind dafür die Grundschule Prötzel und die Turnhalle Altreetz vorbereitet.

„Um diese Leuchttürme im Ernstfall zu betreiben, sucht das Amt Barnim-Oderbruch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die das Personal vor Ort unterstützen können. Denn die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den Kommunen und die örtlichen Feuerwehren werden in den entsprechenden Situationen alle Hände voll zu tun haben“, betont der Amtsdirektor.

Beim Probetrieb der Leuchttürme gehe es nicht darum, Angst oder gar Panik zu schüren, so der Amtsdirektor, sondern um die Information der Bevölkerung. Ein Ernstfall sei derzeit nicht absehbar, beruhigt er, aber es könne nie schaden, vorbereitet zu sein. Mehr Informationen zum richtigen Verhalten im Ernstfall finden Sie hier.