Dem Zoll ist bei einer Kontrolle in Hohenwutzen ein dicker Fisch ins Netz gegangen. Zollbeamte haben bereits am 30. Oktober (Sonntag) im abgeteilten Laderaum eines niederländischen Vans, der zuvor aus Polen eingereist war, insgesamt 143 Kilogramm Feuerwerk sichergestellt, teilte Astrid Pinz, Pressesprecherin des Hauptzollamts Frankfurt (Oder) am 3. November (Donnerstag) mit.
Die neun Feuerwerksbatterien und das Feuerwerk der Kategorien F3 und F4 seien durch die Zöllner beschlagnahmt worden, da der Fahrer nicht über die entsprechenden Erlaubnisse zum Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen verfügte, so die Zoll-Sprecherin. Diese größeren Batterien für große Feuerwerke dürften nur benutzt werden, wenn eine Genehmigung gemäß dem Sprengstoffgesetz vorliegt.

Schreckschussrevolver mit 200 Knallpatronen

Im Fahrgastbereich fanden die Zöllner bei Hohenwutzen außerdem einen Schreckschussrevolver und die dazugehörige Munition sowie 200 Knallpatronen der Kategorie P1.
Die Patronen seien ebenfalls sichergestellt worden. In Deutschland wird zum Besitz ein Munitions-Erwerbsschein benötigt (MES), den der Fahrer wohl nicht vorweisen konnte, so Astrid Pinz.

Strafverfahren gegen den Fahrer eingeleitet

Gegen den Fahrer, der gegenüber den Beamten angab, dass er Feuerwerk liebe und für Silvester eingekauft hätte, sei ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz eingeleitet worden, erklärte die Zoll-Sprecherin.
Auch wenn es sich bei dem Täter um einen Holländer handelt, seien Einfuhr und Durchfuhr dieser Feuerwerkskörper verboten. Die Flucht nach Holland dürfte ihn nichts bringen. Die Staatsanwaltschaft werde das Verfahren notfalls an die dortigen Behörden weiterleiten, ergämzte die Behördensprecherin.