Fair-Kaufhaus und Café
Dort hat der neue Eigentümer mit Sicherungsarbeiten begonnen.  Am neuen Standort bekommen die Bereiche Keramik, Weberei, haustechnische Dienste, der Arbeits- und Beschäftigungsbereich sowie die Hauswirtschaft bessere Arbeitsbedingungen. "Zusätzlich wollen wir ein attraktives Fair-Kaufhaus mit Café einrichten. Neben den Produkten aus den Stephanus-Werkstätten sollen dort perspektivisch auch Bücher und Textilien aus zweiter Hand verkauft werden", kündigt Jeutner an. Zudem werden Upcycling-Produkte aus anderen Werkstätten feilgeboten, das heißt Abfallerzeugnisse werden aufgewertet. So produzieren die Ruppiner Werkstätten  Taschen aus LKW-Planen. Im neuen Gebäude wird auch Platz für einen Speisesaal mit Ausgabeküche sein, der Beschäftigten sowie Mitarbeitern fürPausen vorbehalten ist.
Die Vorbereitungen verantwortet Werkstattleiter Roman Bourwieg: "Wir freuen uns sehr über die Möglichkeit, an dieser prädestinierten Lage und den sich damit bietenden Möglichkeiten, die Leistungsfähigkeit der Stephanus-Werkstätten erlebbar zu präsentieren."
"Wir sehen viele Synergieeffekte und wollen versuchen, mit dem benachbarten Hotel zu kooperieren", fügte Jeutner hinzu. Der Standort befinde sich zwar am Rand der Stadt, werde aber von den Freienwaldern akzeptiert. "Vielleicht gelingt es uns, einen Platz zu schaffen, wo man gern einen Kaffee trinken geht", ergänzte der Sprecher. Vorteil sei, dass es im Gegensatz zur Beethovenstraße genug Parkplätze gibt.
Der beliebte Veranstaltungssaal in der Beethovenstraße stehe derzeit nicht zu Verfügung, sagte Jeutner.  Der Betrieb sei behördlich untersagt worden. Bei einer Veranstaltung hatten sich Anwohner wegen Lärms beschwert. Die Überprüfung ergab, dass der Schallschutz nicht ausreicht. "Wenn der Klärungsprozess abgeschlossen ist, und das neue Nutzungskonzept des Objektes Beethovenstraße es zulässt, soll dieser Raum wieder für private Veranstaltungen genutzt werden", erklärte der Sprecher.
Interne Ideenschmiede
Alle Betriebsstättenleiter der Stephanus-Stiftung in Bad Freienwalde seien nun vom Vorstand aufgerufen, ein neues und tragfähiges Konzept für das Gebäude in der Beethovenstraße zu entwickeln. Zu den ersten Ideen gehöre,  ein soziales Dienstleistungszentrum zu installieren.
Wegen der Abstandsregeln ist erst die Hälfte der behinderten Beschäftigten an ihre Arbeitsplätze in Altranft, Bad Freienwalde und Falkenberg zurückgekehrt.  Ihre Zahl wächst in kleinen Schritten. Um ihre Verträge für Industrie und die Grünanlagenpflege in den Kommunen zu erfüllen, seien die 100 Mitarbeiter der Werkstatt eingesprungen, erklärte Jeutner.

GemeinnützigesUnternehmen


Die Stephanus gGmbH, Träger der Werkstätten, ist eine gemeinnützige Tochtergesellschaft der Stephanus-Stiftung und Mitglied im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. In fünf Geschäftsbereichen bietet sie soziale Dienste für Menschen im Alter an, Wohn- und Arbeitsangebote für Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung sowie Dienste für Kinder, Jugendliche und Familien. Darüber hinaus verantwortet das Unternehmen Bildungsangebote. Sie werden täglich von 10 000 Menschen an 100 Standorten in Berlin und Brandenburg in Anspruch genommen. red