RB 60
: Drei Wochen Busse statt Bahn

Vollsperrung der Bahnlinie von Eberswalde nach Bad Freienwalde: NEB organisiert Ersatzverkehr mit Bussen.
Von
Steffen Göttmann
Bad Freienwalde
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Baupause: Ab dem 9. August verkehrt die Regionalbahn 60 der Niederbarnimer Eisenbahn, hier in Schönfließ, nicht zwischen Bad Freienwalde und Eberswalde.

Matthias Lubisch

Gleich zwei kleine Baustellen sind die Ursache für die Sperrung der Bahnlinie RB 60 zwischen Eberswalde und Bad Freienwalde vom 9. August bis 2. September. Eine Baustelle sei nördlich von Eberswalde, sagte Hartmut Schreiter, Projektleiter der DB Netz AG, bei einer Einwohnerversammlung in Falkenberg. Die zweite befinde sich in Falkenberg. Dort werde direkt neben dem Bahnübergang die kleine Brücke über das Cöthener Fließ ersetzt. Für Falkenberg hat der Bau weitreichende Folgen, denn zusätzlich wird der Bahnübergang gesperrt. Für die Bewohner der Häuser jenseits der Schienen bedeutet dies eine Umleitung zum nächsten Bahnübergang, der nördlich bei Amalienhof liegt.

Der Bahnübergang werde vermutlich schon vorher gesperrt, hieß es. „Wir werden innerhalb von drei Wochen die alte Brücke komplett abreißen und wieder aufbauen“, sagte Hartmut Schreiter. Der Baubeginn der Maßnahme ist am 28. Juli. „Wir werden die Schrankenanlage zurückbauen, damit sie keinen Schaden nimmt“, erläuterte der Projektleiter. Auch die Überfahrtsplatten zwischen den Schienen werden herausgenommen. Damit sei ein Überfahren der Bahnschienen auch nach Feierabend nicht möglich, erklärte Stephan Frisch, Geschäftsführer der Baufirma König–Bau aus Kesselsdorf bei Dresden, auf Anfrage des Falkenberger Bürgermeisters Christian Ziche. Allerdings solle ein Fußgängerüberweg möglich sein. „Dort wohnen alte Leute, die kein Auto haben“, sagte Ziche. Denen könne man nicht zumuten, die Umleitungsstrecke zu laufen. „Wir werden Schlaglöcher ausgleichen und die Strecke immer so herrichten, dass sie zu befahren ist“, erklärte der Bauunternehmer.

Während der Bauarbeiten werde das Cöthener Fließ mit 60–Kubikmeter–Pumpen und Schlauchverbindungen umgepumpt, so dass die Baugrube trocken liege, erläuterte Schreiter. Geplant sei, dass nach dem Abriss unverzüglich mit dem Wiederaufbau begonnen werde. Mit einem Schwertransporter werden am 21. Juli die Betonfertigteile gebracht, die in die Baugrube eingepasst werden. Als Zwischenlager für das Baumaterial habe Landwirt Jörg Schromm der Baufirma eine Fläche zur Verfügung gestellt. Auch für die Eigentümer des Hauses neben der Brücke will die Bahn die Belastungen so gering wie möglich halten, um Schäden am Haus zu vermeiden.

Natürlich habe die Bahn im Vorfeld Bodenproben genommen. Unvorhersehbare Probleme könnten Munitionsfunde oder schwierige Grundverhältnisse bereiten. „Das können wir nach drei bis vier Tagen sagen, wenn die alte Brücke abgerissen ist“, versicherte Hartmut Schreiter.

Als Schienenersatzverkehr von Eberswalde über Niederfinow, Falkenberg und Bad Freienwalde setzt die Niederbarnimer Eisenbahngesellschaft (NEB) Busse ein. Der Fahrplan könne jedoch in Eberswalde nicht auf den RE3, von und nach Berlin. sondern nur auf die RB 24 abgestimmt werden, sagte NEB–Sprecher Holger Reimann auf Anfrage. Die RB 24 fährt über Bernau nach Ostkreuz und nicht wie der RE3 über Gesundbrunnen. In Bernau ist ein Umstieg auf die S–Bahn möglich.