Reiten in Wriezen: Neuer Wettbewerb, worauf sich Pferd und Reiter freuen können

Unberührte Natur: So erleben Distanzreiterinnen wie Ina Drewes und Romina Stolze auf ihren Pferden die Landschaft, durch die sie reiten.
Ina Drewes- Juni 2026: Distanzritt „Blick-ins-Oderland-Distanz“ in Biesdorf bei Wriezen geplant.
- Start/Ziel auf Hof von Landwirt Timo Scheib; 12.–14. Juni 2026.
- Acht Wettbewerbe über 36–90 km, Runden à ca. 18–25 km; ca. 60 Starter erwartet.
- Tierärztliche Kontrollen: Puls, Darmgeräusche, Gliedmaßen, Schleimhäute; Pferdewohl hat Priorität.
- Schirmherr: Bürgermeister Karsten Ilm (CDU); Spendenkonto: DE47 1705 4040 2508 0101 30.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es muss nicht immer um die Frage gehen, ob Benziner oder Elektroantrieb – es gibt auch noch Pferde, mit denen eindrucksvolle Distanzen überwunden werden können. So werden beim sportlichen Distanzreiten bis zu 160 Kilometer zurückgelegt. Dabei kommt der Reiter nicht nur gut voran, sondern kann auch Natur und Landschaft genießen.
Das Distanzreiten ist eine Reitsportdisziplin, bei der es darum geht, eine vorgegebene Strecke mit dem Pferd in möglichst kurzer Zeit und guter Kondition zurückzulegen. Zum ersten Mal findet in den Wäldern rund um Wriezen, ein professionell organisierter Wettbewerb der Distanzreiter und -fahrer statt.
Dr. Ina Drewes, Tierärztin aus Frankenfelde, und ihre Freundin Romina Stolze aus Lüdersdorf, Ortsteile von Wriezen, organisieren einen Distanzritt unter dem Motto „Blick-ins-Oderland-Distanz 2026“. Geplant ist die Veranstaltung vom 12. bis 14. Juni 2026, auf dem Hof von Landwirt Timo Scheib in Biesdorf bei Wriezen werden Start und Ziel sein. Beide Frauen sind selbst versierte Distanzreiterinnen. Ina Drewes wird jedoch nicht mitreiten, sondern sich als eine der Tierärztinnen und Tierärzte um das Wohl der teilnehmenden Pferde kümmern.
Wettbewerb in Biesdorf: Das Wohl der Pferde immer im Blick
„Angekommen ist gewonnen!“ ist das Motto der Distanzreiter. „In unserem Sport bewältigen wir zusammen mit unseren Pferden viele Kilometer in der Natur. Dabei ist der Weg das Ziel, und obwohl Pferde und Reiter wirkliche Hochleistungen vollbringen, haben Pferdewohl und Tierschutz oberste Priorität“, so die beiden Veranstalterinnen. Distanzwettbewerbe seien Ausdauerprüfungen für Pferde auf einer Geländestrecke unter besonderer tierärztlicher Kontrolle. Vorgesehen sind in Biesdorf acht Wettbewerbe für Distanzreiter und Distanzfahrer zwischen 36 und 90 Kilometern. Sie werden in Runden von etwa 18 bis 25 Kilometern bewältigt – 90 Kilometer entsprechen dann vier Runden. Ina Drewes geht von etwa 60 Startern aus, die wohl mehrheitlich aus Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt kommen werden.
Interessierte haben die Möglichkeit, Reiter, Fahrer und ihre Pferde in Biesdorf bei Start und Ziel zu beobachten. Bestimmte Punkte unterwegs anzupeilen, von denen die Zuschauer Reiter und Fahrer beim Vorbeifahren zu beobachten, sei nicht möglich. „Man kommt nirgendwo mit dem Auto hin, und außerdem kann es sein, dass zwei Stunden niemand vorbeikommt“, erklärt Ina Drewes. Die Strecken führen durch die Naturschutzgebiete Biesdorfer Kehlen und die Hutelandschaft Sonnenburg-Altranft. „Wir haben von der Unteren Naturschutzbehörde eine Sondergenehmigung für diesen einen Ritt bekommen“, so die Frankenfelderin. Auflagen seien unter anderem, keinen Müll zu hinterlassen sowie auf den Wegen zu bleiben. Reiter und Fahrer orientieren sich an GPS und Karten.
Mit einer geschenkten Vollblutstute neue Disziplin entdeckt
Wie kam sie zum Distanzreiten? „Ich habe von einer Freundin eine Vollblutstute bekommen, die auf der Rennbahn ausgedient hatte“, berichtet sie. 2012 fing sie an, mit ihr Distanzen zu reiten. Ein Pferd könne weder in wenigen Wochen noch in einem Jahr aufs Distanzreiten vorbereitet werden. Es dauere drei, vier oder gar fünf Jahre, ein Pferd zu trainieren.
Während des gesamten Wettbewerbs befinden sich die Pferde unter tierärztlicher Betreuung. Am Tag vor dem Start werden alle Pferde durchgecheckt. Geachtet wird unter anderem auf Puls, Darmgeräusche, Gliedmaßen und Schleimhäute. Das Pferd soll gesund starten, gesund bleiben und gesund am Ziel ankommen. Es darf zu keinem Zeitpunkt überfordert sein. „Es gibt auch unangekündigte Kontrollen auf der Strecke“, sagt Ina Drewes. Das Pferd soll nach einer Untersuchung so fit sein, dass der Reiter die gleiche Distanz immer wieder abrufen kann. Prämiert werden am Ende nicht nur die schnellsten Paare, sondern auch die Pferde mit der besten Kondition.
Mitmachen können alle Pferde- und Ponyrassen. Typisch für Distanzreiten sind Araberpferde, die für Ausdauer und Schnelligkeit bekannt sind. „Geritten wird meist im Trab oder im Galopp“, so Ina Drewes. Bei den Fahrern gebe es viele Shetlandponys. Alle Pferde, die für Distanzritte genutzt werden, würden Hufeisen tragen, weil sich sonst der Huf zu sehr abnutzen würde. Die Distanzreiter sind der Natur zugewandt. Sie schlafen neben ihren Pferden in Zelten, Wohnmobilen oder den Fahrzeugen, die ihre Pferde transportieren. „Ich schlafe bei Distanzritten im Pferdehänger“, sagt Ina Drewes. Die Distanzreiter sind der Natur zugewandt. Sie schlafen neben ihren Pferden in Zelten, Wohnmobilen oder den Fahrzeugen, die ihre Pferdehänger ziehen. „Ich schlafe bei Distanzritten im Pferdehänger“, sagt Idie Frankenfelderin.
Bürgermeister Karsten Ilm (CDU) übernimmt Schirmherrschaft
Karsten Ilm (CDU), Bürgermeister der Stadt Wriezen, übernimmt die Schirmherrschaft über die Veranstaltung. „Ich freue mich darüber, denn für uns ist das etwas vollkommen Neues und die Veranstalter kommen aus Wriezen“, bekräftigt er.
Für den Wettbewerb werden noch Sponsoren gesucht: Geld- und Sachspenden, Ehrenpreise und andere Unterstützung. Die Stadt Wriezen hat dafür ein Spendenkonto bei der Sparkasse MOL eingerichtet: DE47 1705 4040 2508 0101 30, Verwendungszweck: Distanzreiten 2026. Die Veranstalterinnen Romina Stolze und Ina Drewes sind unter Telefon 0171 2749969 sowie per E-Mail blickinsoderlanddistanz@gmail.com zu erreichen.


