Schule
: Bad Freienwalder Nachwuchskünstler präsentieren Werke

Vier Wochen hatten Fünftklässler der Käthe-Kollwitz-Schule in Bad Freienwalde Zeit, um auf kreative Weise Hüte und Baumhäuser anzufertigen.
Von
Markus Pettelkau
Bad Freienwalde
Jetzt in der App anhören
  • Kunstvoll: Die unterschiedlichsten Materialien kamen beim Bauen der Hüte und Baumhäuser zum Einsatz. Kein Exponat gleicht dem Anderen. Die rund 30 Werke von den Fünftklässlern sind noch bis Ende Juni im Büro des Quartiersmanagements zu sehen.

    Kunstvoll: Die unterschiedlichsten Materialien kamen beim Bauen der Hüte und Baumhäuser zum Einsatz. Kein Exponat gleicht dem Anderen. Die rund 30 Werke von den Fünftklässlern sind noch bis Ende Juni im Büro des Quartiersmanagements zu sehen.

    Markus Pettelkau
  • Schulleiterin Sybille Reiniger (v.l.) und die Lehrer Lothar Johst und Melitta Bierzynski freuen sich mit Irmgard Roth über die Ausstellung.

    Schulleiterin Sybille Reiniger (v.l.) und die Lehrer Lothar Johst und Melitta Bierzynski freuen sich mit Irmgard Roth über die Ausstellung.

    Markus Pettelkau
1 / 2

Ihrer Kreativität freien Lauf lassen durften die Kinder der Klassenstufe fünf der Käthe-Kollwitz-Schule in Bad Freienwalde. Im Homeschooling sollten sie sich mit Baumhäusern und Hüten beschäftigen. Sie sollten die Geschichte dahinter ergründen und im Anschluss selbst kleine Baumhäuser und Hüte entwerfen. Und so entstanden kleine Kunstwerke aus Eisstielen, Regenschirmen oder Pappe. „Insgesamt sind rund 30 Exponate in den vier Wochen entstanden“, sagt Lehrerin Melitta Bierzynski. „Wir haben keine Vorgaben zu Form oder Aussehen gemacht, die Schüler sollten frei sein in ihren Ideen. Und ich denke, alle können stolz sein.“

So hat die elfjährige Heather aus dem leicht demolierten Regenschirm ihres Vaters einen nagelneuen Hut gezaubert. Die zehnjährige Lena wiederum hat mithilfe ihrer Mutter ein Baumhaus aus unzähligen Eisstielen gebaut.

Fächerübergreifende Recherche

Das Projekt sollte Kompetenzen aus verschiedenen Bereichen miteinander verbinden. Mit der Recherche wurde sich durch Informatikkenntnisse Geschichtswissen angeeignet, welches dann in einem künstlerischen Prozess mündete, erklärt Melitta Bierzynski. „Das Projekt wurde zwar in den Schulstunden vorbereitet, aber der kreative Prozess musste allein begangen werden. Das heißt, die Schüler mussten sich so selbstständig wie möglich mit dem Thema auseinandersetzen. Wie sie es bauen, welchen Titel sie ihrem Werk geben. Das Ergebnis sind jetzt die unterschiedlichen Werke.“ Die Ausstellung zeigt den Schülern auch: Viele Wege führen ans Ziel. Und das Ziel hat viele Gesichter.

Da die Schule für die Öffentlichkeit derzeit nicht zugänglich ist, wurde eine passender Ort zum Ausstellen gesucht, fügt Lehrer Lothar Johst an. „Das Quartiersmanagement ist der ideale Ort. Es gibt den entsprechenden Platz und die Möglichkeit des Publikumsverkehrs. Die Stücke werden ja nicht benotet. Wir wollten aber, dass die Schüler Wertschätzung für ihre Arbeiten erfahren. Eine öffentliche Ausstellung ist da ein guter Weg.“ Bis Ende Juni sind die Werke hier zu sehen, im neuen Schuljahr sollen sie dann in der Schule ausgestellt werden, sodass die jungen Schüler ihre Werke auch tagtäglich sehen können.

Abwechslung im Büro

Noch freut sich aber Quartiersmanagerin Irmgard Roth über die Abwechslung in ihrem Büro. „Das ist mal etwas anderes. Es zeigt, welche künstlerischen Potenziale auch in unserer Stadt schlummern. Wenn es durch die aktuellen Vorgaben schon nicht in der Schule ausgestellt werden kann, dann ist es hier genau richtig.“

Wer sich die Werke der Nachwuchskünstler aus der Käthe-Kollwitz-Schule persönlich anschauen möchte, hat dienstags und donnerstags von 13 bis 16 Uhr die Gelegenheit  im Büro des Quartiermanagements, in der Königstraße 9.