Silvester 2023
: Die besten Aussichtspunkte auf das Feuerwerk bei Bad Freienwalde und Seelow

Natürlich wird es auch 2023 an Silvester knallen. Raketen, Böller oder Batterien. Verkaufsstart, was zu beachten ist und wo man bei Seelow und Bad Freienwalde die beste Sicht hat.
Von
Florian Luber
Bad Freienwalde, Seelow
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Die Aussicht von der obersten Etage der Aussichtsplattform auf der Europabrücke.

Florian Luber

Eine Tradition, die jedes Jahr von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt gefeiert und genossen wird: das Abbrennen von Feuerwerkskörpern. Die Farbenpracht, die in der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar den Himmel erhellt, ist zwar eine Augenweide, birgt aber auch Gefahren.

In Deutschland gibt es daher nicht nur für die Verwendung, sondern auch für den Verkauf und die Einfuhr verschiedene Vorschriften, die beachtet werden müssen, um die Silvesternacht sicher zu überstehen.

Der Verkauf von Feuerwerk ist am 28. Dezember gestartet

Der Verkauf von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie F2 hat bereits gestern, am 28. Dezember, begonnen und dauert bis zum 30. Dezember, wobei die Abgabe nur an Personen ab 18 Jahren möglich ist. Feuerwerkskörper der Kategorie F1 können ganzjährig von Personen ab dem 12. Lebensjahr erworben werden. F2–Feuerwerkskörper dürfen allerdings nicht im Freien oder aus einem Kiosk heraus verkauft werden.

Vorsicht ist geboten

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MSGIV) empfiehlt Folgendes. Das Abbrennen von Silvesterfeuerwerk ist nur am 31. Dezember und am 1. Januar erlaubt, wobei natürlich die Gebrauchsanweisung und die Warnhinweise genau zu lesen sind. Die Lagerung von Feuerwerkskörpern sollte nicht in bewohnten Räumen erfolgen und auch Zündmittel und Feuerwerkskörper sollten nicht zusammen gelagert werden. Außerdem sollte man darauf achten, alle Dachfenster und Balkontüren zu schließen und brennbare Gegenstände von Balkonen zu entfernen, um in der Silvesternacht nicht mit einem Brand in den eigenen vier Wänden konfrontiert zu werden.

Beim Abfeuern von Raketen empfiehlt es sich, diese senkrecht in einen Kasten mit leeren Glasflaschen zu stellen und natürlich nicht auf Menschen, Tiere oder Nachbarhäuser zu schießen. Feuerwerkskörper sollten nicht in der Hand, sondern auf dem Boden gezündet und bei Fehlzündungen nicht ein zweites Mal angezündet werden. In unmittelbarer Nähe von Krankenhäusern, Kirchen, Kinder– und Altersheimen, Reet– und Fachwerkhäusern sowie Tankstellen ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern verboten.

Gemeinsames Knallen in Neutrebbin

Auch in diesem Jahr findet in Neutrebbin wieder ein Höhenfeuerwerk statt. Bereits zum dritten Mal gibt es im Ort ein organisiertes Feuerwerk, bei dem sich die Menschen treffen und das Feuerwerk bestaunen können. „Es soll auch die private Knallerei etwas eindämmen“, sagt Werner Mielenz, Bürgermeister von Neutrebbin. Das Spektakel findet Am Rodelberg am Ende der Straße um 0.15 Uhr statt, von wo aus das Feuerwerk aus allen Ortsteilen zu sehen ist.

„Das Ganze wird von der Gemeinde organisiert und bezahlt und kommt sehr gut an“, sagt Werner Mielenz. Das Höhenfeuerwerk wurde erstmals wegen Corona veranstaltet und hat sich inzwischen etabliert. Beim ersten Mal war auch der Ort noch geheim, um einen Menschenauflauf zu vermeiden. Jetzt ist das Zusammenkommen erwünscht.

Schöne Aussicht bei Bad Freienwalde

Wer in der näheren Umgebung von Bad Freienwalde nach schönen Aussichtspunkten sucht, wird relativ schnell fündig. Zum einen gibt es in Wriezen einen Aussichtspunkt im Park beim Krankenhaus, von dem aus einem Wriezen quasi zu Füßen liegt und man einen schönen Überblick hat. Zum anderen gibt es die Europabrücke Neurüdnitz–Siekierki, knapp 20 Kilometer östlich von Bad Freienwalde, direkt an der polnischen Grenze. Dort gibt es in der Mitte der Brücke eine zweigeschossige Aussichtsplattform, von der man einen fantastischen Blick sowohl auf das deutsche als auch auf das polnische Mitternachtsfeuerwerk hat. Zur eigenen Sicherheit sollte man allerdings eine Taschenlampe mitnehmen.

Der Blick vom Weinbergsporn auf die Stadt Bad Freienwalde. Nach einem kurzen Aufstieg über Treppen kann man die Aussicht genießen.

Florian Luber

Auch in Bad Freienwalde gibt es mehrere Möglichkeiten, sich eine schöne Aussicht zu verschaffen. So kann man die August–Bebel–Straße bis zur Wendeschleife hinaufgehen und hat von dort einen schönen Ausblick. Eine weitere Möglichkeit ist die Aussichtsplattform auf dem Weinbergsporn. Wenn man die Weinbergstraße hinaufgeht, findet man auf der rechten Seite ein Hinweisschild auf den Fontanewanderweg, der über eine Treppe nach oben führt. Oben angekommen befindet sich auf der rechten Seite der Aussichtspunkt, auch hier empfiehlt es sich, eine Taschenlampe mitzunehmen.

Der Blick vom Krugberg. Im Hintergrund ist die Stadt Seelow zu sehen.

Florian Luber

Wer aus der Nähe von Seelow kommt, hat natürlich die Möglichkeit, sich einen schönen Platz etwas außerhalb der Stadt zu suchen. Der Krugberg wäre hier eine Alternative. Kurz vor dem Ortseingang Werbig kann man rechts auf einen gut befahrbaren Feldweg abbiegen und auf den Krugberg fahren, von wo aus man einen fantastischen Blick über Seelow und das gesamte Oderbruch hat.