Der Brandenburger Landestrainer Stefan Wiedmann wurde gemeinsam mit Skisprung-Weltmeister Markus Eisenbichler, der zu Deutschlands Skisportler des Jahres 2019 gewählt wurde, am Donnerstag im schwäbischen Laupheim im Rahmen der Aktiven-Einkleidung für die neue Saison ausgezeichnet.
Angefangen hat der Blondschopf als Nachwuchsspringer, als er 2001 die Bad Freienwalder 10 Meterschanze einweihte. Mit reichlich Ehrgeiz entwickelte sich Wiedmann in den Anfangsjahren in den Reihen des kurstädtischen Wintersportvereins zu einem guten Springer. Bei den Landesmeisterschaften 2006 belegte er in der Nordischen Kombination den dritten Platz. So konnte der Kurstädter schließlich als einer der ersten Wintersportler aus Bad Freienwalde auf die Eliteschule des Sports in Oberhof gehen. Insgesamt hat der Kurstadtklub bisher neun Springer an verschiedene Elitesportschulen unterbringen können, von denen Elisa Gronau es bis in den B-Kader Spezialspringen der Damen geschafft hat.
Später studierte Stefan Wiedmann Sport und kam 2013 als Brandenbruger Landestrainer nach Bad Freienwalde heim. Mit seinem Amtsantritt konnte die Springerzahl im Landesleistungszentrum der Schüler und Jugend weiter erhöht werden. In einem deutsch-polnischen Projekt profitieren von seiner Arbeit inzwischen auch junge Sportler aus Witnica. Besonders wertvoll für das Landesleistungszentrum Brandenburg Spezialspringen und Nordische Kombination, dem nördlichsten Wintersport-Leistungszentrum Deutschlands, ist die Arbeit des Landestrainers aber für die Leistungssport-Nachwuchsgewinnung.
Botschafter Max und Moritz
Max und Moritz, gemeint sind damit die derzeit besten Springer Deutschlands in ihren jeweiligen Altersklassen,  Max Unglaube und Moritz Terei aus Bad Freienwalde, haben sich unter Stefan Wiemann nicht nur aufgrund ihrer Vornamen unter den Sportlern und Wintersportfunktionären Deutschlands und Polens einen Namen gemacht. Beide Kurstädter bringen hervorragende Ergebnisse bei entsprechenden Wettbewerben im Spezialspringen und in der Nordischen Kombination. Das Duo könnte durchaus einmal zu den besten Akteuren der Welt gehören.
Zu den Aufgaben eines Landestrainers gehört beim Skispringen nicht nur das Training. Er kümmert sich auch um den Nachwuchs durch Arbeitsgemeinschaften an Schulen, das Training der weniger Begabten, die aber Freude am Sport haben, organisiert Wettbewerbe, Lehrgänge und wirkt aktiv an der intensiven Kooperation mit anderen deutschen und polnischen Wintersportvereinen mit. Diese umfassende Arbeit und die tollen Ergebnisse seiner Schützlinge hat der Deutsche Skiverband mit der Auszeichnung zum besten Nachwuchssportlertrainer geehrt.
Offene Meisterschaften
Die nächsten Wettbewerbe in Bad Freienwalde sind die Offenen Brandenburger Meisterschaften im Spezialsprunglauf und in der Nordischen Kombination wieder mit mehr als 100 jungen Sportlern am 2. und 3. November in der Sparkassen-Ski-Arena und im Gewerbegebiet Altranft.