Skispringen: Wintersportverein aus Bad Freienwalde macht Werbung für die Region
Bereits am Vormittag hatte sich dies auf der „Helmut-Recknagel-Schanze“ angekündigt. Moritz ließ nur den 14-jährigen Spezialspringer Luis Laukner aus Klingenthal vorbei und belegte mit seinen zwölf Jahren und 65,5 sowie 63,5 Metern von der 60-m-Schanze als Nordisch Kombinierer den zweiten Platz. Dritter wurde Eric Stolz aus Lauscha, gefolgt vom Bad Freienwalder Max Unglaube mit lediglich 0,2 Punkten Rückstand. Florian Lipke (U 15/K60/21. Platz) und Moritz Eckstein (allgemeine Klasse K 60, 4. Platz) komplettierten das gute Ergebnis des gastgebenden WSV.
Doch am Nachmittag sollte dieses Ergebnis durch Moritz Terei noch getoppt werden. Als erster Starter des Crosslaufs über die Drei-Kilometer-Distanz gegangen, ließ er sich diesen Platz bis ins Ziel nicht streitig machen und wurde mit einem fulminanten Endspurt als jüngster Akteur Sieger der Nordischen Kombination von 14 Startern unter 15 Jahren. Da konnte nicht nur Ulrich Wehling, dreifacher Olympiasieger in der Nordischen Kombination 1972, 1976, 1980 und Weltmeister 1974, gratulieren.
Das Ziel – Olympia 2026 – scheint für Moritz Terei nicht aus der Luft gegriffen. Er hat es sich selbst gesteckt und arbeitet hart dafür. Seit diesem Jahr trainiert er wie auch Max Unglaube am Sportgymnasium Oberhof, dieser als Spezialspringer, Moritz als Nordisch Kombinierer. Beide gehören zu den derzeit besten Sportlern in ihrer Altersklasse in Deutschland.
Zwei mit großer Zukunft
Das Bad Freienwalder Landesleistungszentrum im Spezialspringen und der Nordischen Kombination hat damit wieder zwei Erfolg versprechende Sportler delegiert, die ihren Weg in den Spitzensport gehen werden. Diese Erfolge sind nicht zuletzt der hervorragenden Arbeit von Stephan Wiedmann zu verdanken, der als Landestrainer nicht nur in Brandenburg für seine solide Arbeit bekannt ist. Der Name Bad Freienwalde ist durch den Nachwuchs-Leistungssport und die hochmoderne Sparkassen-Ski-Arena nicht nur in Deutschland bekannt. Wenn man in den Wintersportzentren Polens, Tschechiens und Österreichs erzählt, dass man aus Bad Freienwalde kommt, dann bekommt man oftmals zur Antwort: Ist das nicht dort im Flachland bei Berlin? Skispringen im Kurort ist Werbung für die Region und langfristig auch ein touristisches und sportliches Aushängeschild, das gepflegt und entwickelt werden muss.
Der nächste sportliche Höhepunkt auf den Schanzen im Papengrund werden die Offenen Brandenburgischen Meisterschaften im Spezialsprunglauf und in der Nordischen Kombination am 2. und 3. November sein. Beim Skispringen werden wieder mehr als 100 Sportler aus Deutschland, Polen und anderen Ländern an den Start gehen. Der „Langlauf auf Rollen“ findet dann am zweiten Tag im Gewerbegebiet in Altranft statt.


