Stadtbild: Winterbedingtes Müllproblem

Kein schöner Anblick: das vermüllte Rosenbeet vor dem Rosencafé in der Wriezener Straße
Conradin WalenciakFlaschen, Plastikverpackungen, Hundehaufen, Feuerzeuge, Zigarettenschachteln — all das kann der aufmerksame Fußgänger entlang der Wriezener Straße aktuell finden. Besonders aufmerksam muss er dafür nicht sein.
Auch Corinna Okrob ist die Verschmutzung der Fußwege ein Dorn im Auge. Die Betriebswirtin hat ihr Büro fast direkt gegenüber des Rosencafés, blickt direkt auf ein besonders verschmutztes Rosenbeet. „Wir beobachten das hier schon länger“, sagt sie. „Besonders nach Feiertagen sind die Beete immer sehr dreckig.“
Auslöser seien einige Anwohner. „Sie lassen ihren Müll einfach auf den Gehweg fallen“, sagt Okrob. Werbeprospekte aus den Briefkästen würden häufig einfach auf dem Gehweg geworfen. „Mir tun die Anwohner leid, die nichts dafür können, aber trotzdem jeden Tag diesen Müll ertragen müssen. Ich muss hier ja zum Glück nur arbeiten.“
Der Stadtverwaltung hat Okrob das Problem auch schon erläutert und ihrer Aussage nach ein sehr nettes Gespräch mit der zuständigen Stelle gehabt. „Mir wurde erklärt, dass die Beetpflege saisonbedingt organisiert ist und im Winter ausgesetzt wird.“ Allerdings wurde ihr zugesagt, dass sich die Stadtverwaltung des Müllproblems annehmen und jemanden vorbeischicken würde.
Dies bestätigt Rainer Texdorf, Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung und Tiefbau. „Die zuständige Firma wurde beauftragt, diese Stelle vor dem Rosencafé zu säubern.“ Er selbst weiß auch um das aktuell erhöhte Müllaufkommen in den Beeten. „Das Problem haben wir nicht nur in der Wriezener Straße. Am Bahnhof zum Beispiel sah es auch schon einmal besser aus.“
Aufgrund des milden Winters und den dadurch ausbleibenden Schnee falle der Müll mehr auf als sonst, erklärt Texdorf. „Dazu ist es noch recht windig. Papier und Plastik verfängt sich in den Beeten.“ Mit der turnusgemäßen Beetpflege sei dem Abfall nicht Herr zu werden. „Da werden wir eine Extra–Aktion starten müssen, um alles zu säubern“, so der Fachbereichsleiter. Dieser Frühjahrsputz werde in jedem Jahr gemacht, nur müsse man diesen nun wohl vorziehen.
Das Sauberhalten der Beete erfolgt durch beauftragte Firmen. Unter anderem arbeite man mit den Stephanus–Werkstätten zusammen, sagt Texdorf, der mit deren Arbeit zufrieden ist. „Die Aufgaben werden akkurat und gründlich erledigt.“ Um das Müllaufkommen zukünftig besser in den Griff zu bekommen, appelliert er an alle Bad Freienwalder, statt den Gehweg einfach einen Mülleimer für Abfall zu benutzen. „Es ist nicht nötig, seinen Müll einfach herumzuschmeißen. Es gibt genügend Abfalleimer, die dafür gut geeignet sind.“
Diese Meinung vertritt auch Corinna Okrob. „Bad Freienwalde ist so eine schöne Stadt“, sagt sie. „Durchs Kurviertel zu laufen, macht immer Freude und es gibt noch viele weitere solcher Ecken.“ Die Wriezener Straße gehöre aber nicht dazu. „Dabei hätten wir mit dem Rosencafé direkt gegenüber eigentlich das Potenzial dazu. Dass es hier so aussieht, wie es derzeit nun einmal aussieht, ist sehr schade.“
