Während in Bad Freienwalde, Wriezen und Umgebung am 11. November in den Straßen die Narren unterwegs sind und mit Getöse den Karneval einläuten, ist in Polen alles ruhig. Die Nachbarn begehen ihren Nationalfeiertag. Anlass ist die Wiedererlangung der Unabhängigkeit des Staates 1918 nach 123 Jahren der Teilung durch Preußen, Österreich-Ungarn und Russland.
Wie sieht es im Grenzbasar bei Hohenwutzen aus? „Bei uns sind die Tankstellen und Markthallen geöffnet“, sagt Nicolas Gesch. Geschäftsführer des Polenmarkts Hohenwutzen, auf Anfrage.

Geschäfte im Inland geschlossen

Im Inland seien die Geschäfte geschlossen, bestätigt Gesch. Es könne daher durchaus sein, dass der ein oder anderen Händler an diesem Tag seinen Stand nicht geöffnet sei. Die meisten dürfte jedoch ihrem Geschäft nachgehen. Genaue Informationen habe er nicht. Der Polenmarkt hat seine Standplätze an um die 700 selbstständige Händler verpachtet.

Hohenwutzen

Der Polenmarkt Hohenwutzen verbucht hohe Umsätze wegen der Differenz der Kraftstoffpreise, die bis zu mehr als 50 Cent pro Liter betragen. „Der Oktober war ein sehr starker Monat“, sagt Gesch. Polen habe infolge der Energiekrise und der Inflation die Mehrwertsteuer für Kraftstoff und Lebensmittel gesenkt, so Gesch.

Differenz der Kraftstoffpreise so hoch wie noch nie

Nie sei die Differenz bei den Kraftstoffpreisen in Deutschland und Polen so groß gewesen wie jetzt.
Dabei kommt der Kraftstoff in Deutschland und Polen aus der gleichen Produktionsstätte: der PCK Raffinerie in Schwedt. Sollte diese Quelle jemals versiegen, dann lähmt es die gesamte Region dies- und jenseits der Oder.