713 Kilogramm Kastanien haben Kenny Glese und seine Familie in Altwustrow gesammelt. Der Großvater wohne in dem Oderbruch-Dorf, wo sich eine Kastanienallee befinde. „Wir haben einfach aus Spaß gesammelt“, sagte der Schüler am 26. Dezember (zweiter Weihnachtsfeiertag) im Wildgehege in Wriezen. Und sein Vater stimmte ihm lachend zu.
Eckhard Peetz, Leiter des Wildgeheges Wriezen, hatte am Vormittag anlässlich des traditionellen Weihnachtsspaziergangs durchs Wildgehege zur Siegerehrung des im Oktober ausgelobten Wettbewerbs eingeladen. Das Wildgehege benötigt die Spenden dringend. Denn die Rosskastanien werden über Winter an das Damwild verfüttert. Eicheln kommen den Wildschweinen zugute. Der Weihnachts-Spaziergang fiel jedoch wegen Regens und aufgeweichter Wege aus.

Leopold Linke Sieger mit 736 Kilogramm Kastanien

Nach dem Aufruf des Wildgeheges, Kastanien zu sammeln, legte sich die Familie Glese ins Zeug und sammelte einen ganzen Auto-Anhänger voller Kastanien. Kenny Glese erreichte damit den zweiten Platz hinter Leopold Linke, der 736 Kilogramm gesammelt hatte. Auf Platz drei kam Familie Proft mit 239 Kilogramm.
Bei den Gruppen siegte die Klasse 1b des Grundschulteils der Salvador-Allende-Schule in Wriezen mit 607 Kilogramm. Auf Platz zwei kam die AWO-Kita „Marie Juchacz“ in Wriezen mit 121 Kilogramm sowie Platzplatz drei die DRK-Kita „Biene Maja“ aus Heckelberg. Den Sonderpreis fuhren Joshua und Sunny Jarkutat ein. Sie sammelten 101 Kilogramm Eicheln. „Eicheln sind viel kleiner und leichter als Kastanien“, sagte Peetz. Deshalb erfreuten sich die beiden fleißigen Sammler auch über eine Urkunde.

Wildgehege beseitigt Sturmschäden und zieht neuen Zaun

Das Wildgehege konzentriere sich im kommenden Jahr darauf, Sturmschäden zu beseitigen und das Gelände neu zu umzäunen. Baumwurzeln behinderten den Zaunbau. In diesem Jahr seien die Gehege der Uhus und der Frettchen vergrößert worden.
Wie Peetz betonte, mache dem Wildgehege jetzt ein Schreiben als dem Landesamt für Umwelt zu schaffen. Dem Wildgehege sei es unter Androhung einer Strafzahlung in Höhe von 50.000 Euro verboten worden, sogenannte invasive Arten wie Waschbär und Marderhund zu halten. Es handelt sich um Tiere, die nicht der einheimischen Tierwelt zuzurechnen sind, aber eingewandert sind und sich ausbreiten.