Tierschutz in Falkenberg: Katzen in Falkenberg ausgesetzt – Tierschutzverein Rüdersdorf übernimmt
Almut Rensch aus Falkenberg stellte nach einem Gang in ihren Keller fest, dass sich plötzlich Gäste in ihrer Scheune befanden. Eine Katzenmutter und ihre drei Jungen lagen im Heu und waren offenbar durch die Katzenklappe an der Tür in die Scheune gelangt.
Almut Rensch vermutet, dass jemand die Katzen in der Nachbarschaft oder sogar direkt vor ihrer Haustür ausgesetzt hat. „Die Nachbarn haben wohl ein Auto mit Berliner Kennzeichen gesehen, aber mehr weiß ich nicht“, sagt sie. Den Weg in die Scheune der Falkenbergerin haben die Tiere dann von selbst gefunden.
Glück im Unglück für Katzen in Falkenberg
Dass Katzen manchmal einfach ausgesetzt werden, weil sich ihre Besitzer nicht mehr um sie kümmern wollen, ist leider nichts Neues. In diesem Fall hatten die Mutterkatze und ihre Jungen aber wohl Glück im Unglück, denn Almut Rensch hat sich schon früher um herrenlose Katzen gekümmert und einige von ihnen auch aufgenommen. Gegenüber von ihrem Grundstück steht eine etwas größere Scheune, in der sich in der Vergangenheit schon öfter herrenlose Katzen herumgetrieben haben. Im Jahr 2015 wurde die Falkenbergerin aktiv und nahm Kontakt mit der Gemeinde auf.

Almut Rensch mit ihrer Katze Bonnie. Sie ist eine der "Gemeindekatzen" und lebt seit 2015 bei Frau Rensch.
Florian Luber„Nach einem halben Jahr Überzeugungsarbeit hat es dann geklappt“, sagt sie. Frau Rensch nahm drei streunende Katzen bei sich auf und ließ sie in Zusammenarbeit mit der Gemeinde kastrieren und chippen. Das Tierheim Ladeburg stellte ihr sogar Fangfallen zur Verfügung, um die Streuner sicher einzufangen und ihnen ein neues Zuhause zu geben. Sie selbst besitzt derzeit sechs Katzen, von denen zwei in Zusammenarbeit mit der Gemeinde kastriert und gechippt wurden. Seit 2015 hat sie außerdem zwischen fünf und sieben in der Nachbarschaft vermittelt. Neben den Katzen hat die Falkenbergerin auch Feldhasen, Vögel und sogar einen friedlichen Waschbären in ihrer Fürsorge.
Almut Rensch hatte die Katzen nach dem Fund persönlich in die Obhut des Tierschutzvereins Strausberg, Rüdersdorf & Umgebung e.V. übergeben. Gemeinsam mit dem Tierarzt Dr. Bernd Specht war sie vor Ort und beide fanden nur lobende Worte für die Auffangstation. „Ich war positiv überrascht von den Zuständen vor Ort, es ist sehr sauber und hat eine gute Größe für die Anzahl der Tiere“, lobte Dr. Bernd Specht. Er bezeichnete den Tierschutzverein als „positives Beispiel für Tierheime in der Umgebung“, da auch regelmäßige Tierarztbesuche gewährleistet seien.
Katzen als Fundtiere eingestuft
Nach ersten Untersuchungen in Rüdersdorf wurde festgestellt, dass es sich bei den Tieren nicht um akute Fälle handelt. Außerdem wurden sie als Fundtiere und nicht als frei lebende Tiere eingestuft, da die Katzenmutter sehr gepflegt war.
Frustrierend für die Falkenbergerin sind derzeit die entstandenen Kosten, die sie nun selbst tragen muss. Denn die Gemeinde Falkenberg-Höhe hat einen Vertrag mit dem Tierheim Wesendahl, das bereits in der Vergangenheit für negative Schlagzeilen gesorgt hat. Da die Falkenbergerin eigenmächtig gehandelt hat, muss sie nun selbst für die Kosten aufkommen. „Ich kann den Ärger über die Kosten verstehen, aber dagegen kann man nichts machen“, sagt Sabine Buchholz vom Ordnungsamt der Gemeinde Falkenberg-Höhe.
Der richtige Umgang mit frei laufenden Katzen ist wichtig
Sie bezeichnete das Engagement von Almut Rensch, auch in der Vergangenheit, als ehrenwert. „Wenn man Katzen findet, die in einem schlechten Zustand sind oder niemandem gehören, dann kann man sich an das zuständige Ordnungsamt wenden. Die werden dann versuchen, eine Lösung für das Tier zu finden“, sagt Sabine Buchholz. Gleichzeitig sollte man mit dem Begriff „Streunerkatze“ vorsichtig sein, denn Katzen sind Freigänger und haben teilweise einen großen Radius, in dem sie sich bewegen. „Man kann nur an die Ehre und das Verantwortungsbewusstsein der Menschen appellieren“, so Buchholz zum Umgang mit Katzen.




