Unfall in Bad Freienwalde
: Warum eine Seniorin einen unbekannten Autofahrer sucht

Christel Rusch (88) aus Bad Freienwalde, will sich bei einem ihr unbekannten Autofahrer bedanken. Das ist der Grund.
Von
Steffen Göttmann
Bad Freienwalde
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Wer mit einer Begleitung im Rollstuhl, oder mit Rollator, in Oder-Spree Kaffee trinken, Eis essen oder Essen gehen möchte, der muss genau planen. (Symbolbild)

Eine Physiotherapeutin erklärt einer Seniorin den Umgang mit dem Rollator auf dem Rollator-Parcours. Auf 300 Quadratmetern können Senioren über die Anlage rollen und dabei sicherer werden, um Stürze und Unfälle im Alltag zu vermeiden. (zu dpa: «Gruppentherapie startet auf Rollator-Parcours in Bad Bevensen») +++ dpa-Bildfunk +++

Eine Seniorin aus Bad Freienwalde ist auf der Suche nach einem unbekannten Autofahrer. Sie möchte sich bei ihm bedanken. Was ist passiert? (Symbolbild)

Philipp Schulze/dpa
  • In Bad Freienwalde sucht Christel Rusch (88) einen unbekannten Autofahrer zur Danksagung.
  • Sie stürzte am 10. April gegen 9.20 Uhr an einer Ampel von ihrem Elektromobil.
  • Ein etwa 30-jähriger Fahrer hielt an, half ihr zurück auf den Sitz – Notruf war nicht nötig.
  • In der Tagespflege wurden die Verletzungen versorgt, übrig blieben Hämatome am Kinn.
  • Rusch hofft, dass der Helfer den Bericht liest; früher bekam sie schon einmal verlorene Schlüssel zurück.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Christel Rusch (88) aus Bad Freienwalde ist stark gehbehindert. Ihr Elektromobil, eine Art Rollstuhl mit Elektromotor, verschafft ihr die notwendige Mobilität, um zur Tagespflege des Diakonischen Werks Oderland-Spree in der Königstraße zu fahren. Das war auch am 10. April (Freitag) der Fall.

Weil sie nicht einsam zu Hause sitzen und etwas tun wollte, fuhr sie an dem Vormittag von ihrer Wohnung in Alttornow zur Tagespflege. An einer Ampel erreichte sie nicht richtig den gelben Knopf und fiel gegen 9.20 Uhr so unglücklich von ihrem Elektromobil, dass sie sich selbst nicht mehr aus der misslichen Lage befreien konnte.

„Ich kam selbst nicht mehr hoch“, berichtet Christel Rusch. Ein Autofahrer, den sie auf ungefähr 30 Jahre schätzte, hielt an, stieg aus und half ihr, auf den Sitz ihres Elektromobils zurückzukommen.

Unfall in Bad Freienwalde: Zurückgeblieben sind Hämatome am Kinn

Den Notruf habe niemand gewählt, das sei auch nicht erforderlich gewesen, ist sich Christel Rusch sicher. Die Pflegekräfte in der Tagespflege verbanden ihre Verletzungen. Zurückgeblieben seien nur noch Hämatome am Kinn.

„Wegen der Aufregung habe ich es versäumt, den Autofahrer nach seinem Namen zu fragen und mich bei ihm für seine Hilfe zu bedanken“, sagt die Seniorin. Er habe die missliche Situation, in der sie sich befunden habe, sofort erkannt und Erste Hilfe geleistet, ergänzt Christel Rusch, die in diesem Jahr ihren 89. Geburtstag feiern wird. Die anderen Mitfahrer seien geduldig im Auto geblieben und hätten auf ihn gewartet. Sie hofft, dass er den Betrag liest und sich angesprochen fühlt.

Nicht zum ersten Mal  hatte sie Glück im Unglück. „Als ich einmal meinen Schlüsselbund verloren hatte, bekam ich ihn wieder“, erzählt sie. Jemand habe ihn im Fundbüro im Rathaus der Stadt Bad Freienwalde abgegeben.