Vor dem Winter
: Straßenmeisterei Bad Freienwalde bereit

Die Landesstraßenmeisterei in Bad Freienwalde ist für die kalte Jahreszeit gerüstet. Noch ist Gehölzpflege angesagt.
Von
Anett Zimmermann
Bad Freienwalde
Jetzt in der App anhören
  • Vor der Salzhalle: Olaf Reim im Lkw, Jörg Oesterreich im Radlader und Frank Hundrieser, Leiter der Straßenmeisterei Bad Freienwalde des Landesbetriebs Straßenwesen.

    Vor der Salzhalle: Olaf Reim im Lkw, Jörg Oesterreich im Radlader und Frank Hundrieser, Leiter der Straßenmeisterei Bad Freienwalde des Landesbetriebs Straßenwesen.

    Wolfgang Rakitin
  • Beim Strauchschnitt: Straßenwart Siegmund Voigt auf der Landesstraße 341 zwischen Schulzendorf und Haselberg. Tags darauf wird das Astwerk gehäckselt.

    Beim Strauchschnitt: Straßenwart Siegmund Voigt auf der Landesstraße 341 zwischen Schulzendorf und Haselberg. Tags darauf wird das Astwerk gehäckselt.

    Wolfgang Rakitin
1 / 2

Die ersten Nachtfröste in der Region hat es bereits Ende Oktober gegeben und auch in dieser Woche sind kältere Temperaturen angesagt. Doch Frank Hundrieser, Leiter der Landesstraßenmeisterei in Bad Freienwalde, rechnet in den nächsten Tagen noch nicht damit, dass seine Mitarbeiter nebst möglicher Verstärkung aus der in Mehrow ansässigen Firma Rahlfs mit dem Winterdienst starten müssen.

13 der 18 Mitarbeiter der Meisterei — dazu kommen zurzeit noch sechs Lehrlinge — seien dafür aber bereits seit Mitte Oktober eingeteilt und auch wieder zwei zusätzliche Saisonkräfte eingestellt. „Aus Mehrow können wir je nach Bedarf noch zwei Lkw und zwei Mitarbeiter dazuholen“, sagt Hundrieser und kann sich noch gut an den Wintereinbruch im vergangenen Dezember erinnern.

Überfrierende Nässe habe da die Herausforderung geheißen. „Die sehen die Fahrer ja oft nicht und das macht das Ganze so gefährlich“, erklärt der Leiter der Landesstraßenmeisterei und fügt hinzu, dass bei Schnee die meisten dagegen von sich aus vorsichtiger unterwegs sind und von vornherein mehr Zeit einplanen.

1000 Tonnen Salz verbraucht

Bei Eis gebe es vor allem an den Anstiegen Probleme. „Da können wir mit unseren vier Fahrzeugen nicht überall gleichzeitig sein, zumal die Mitarbeiter ja auch erst einmal zur Meisterei kommen und von hier wieder ausschwärmen müssen.“ Und das gelte dann genauso für die Kräfte von Rahlfs. „Wenn Blitzeis angesagt ist, streuen wir deshalb schon prophylaktisch“, sagt Frank Hundrieser und verweist darauf, dass auch im vergangenen Winter an die 1000 Tonnen Salz benötigt worden sind. „Manch einer meint ja, dass wir gar keinen richtigen Winter hatten, aber die Nässe und der ständige Wechsel von Nachtfrost zu tagsüber herrschendem Tauwetter hat sich am Ende doch bemerkbar gemacht.“

Davon, dass alles für den Winter 2019/2020 vorbereitet ist, werde sich heute der Regionalbereichsleiter Andree Claus ein Bild machen, dessen Verantwortungsgebiet von Frankfurt (Oder) aus bis nach Templin und Prenzlau im Norden beziehungsweise Beeskow und Eisenhüttenstadt im Süden reicht. Einen Blick werde er dabei unter anderem auf die Technik und in das Salzlager, aber zum Beispiel auch in die Streupläne werfen.

Doch so lange der Winter auf sich warten lasse, hätten die Mitarbeiter der Landesstraßenmeisterei in der Kurstadt auch so genug zu tun, so Frank Hundrieser. „Da steht die Gehölzpflege im Mittelpunkt“, erläutert er. Ein Team sei an diesem Tag gerade an der Landesstraße 341 zwischen Schulzendorf und Haselberg überwiegend mit dem Häckseln beschäftigt, ein anderes anderes an der Landesstraße 35 bei Prötzel mit dem Freischneiden. Im Vergleich zum Herbst 2017, als im Oktober die Sturmtiefs Xavier und Herwart mit Orkanböen auch über die Region hinwegfegten, gehe es in diesem Jahr jedoch deutlich ruhiger zu.

Auch heißer Sommer fordert

Dafür sei der heiße Sommer anstrengend gewesen. „Wir haben an die 3000 Jungbäume im Alter zwischen drei und fünf Jahren und die mussten gegossen werden“, blickt Frank Hundrieser zurück und ergänzt, dass der Aufwand so groß war, dass auch hier eine Fremdfirma hinzugezogen worden sei.

Die Landesstraßenmeisterei in Bad Freienwalde ist für rund 240 Straßenkilometer im Landkreis Märkisch–Oderland zuständig. In dem Bereich gibt es zwei weitere Meistereien des Landesbetriebs Straßenwesen. Diese befinden sich in der Kreisstadt Seelow und Rehfelde.