Waldbrände: Brandschützer in Bereitschaft
Zur Unterstützung der Feuerwehren im Landkreis Teltow–Fläming, die den Waldbrand bei Frankenförde bekämpften, hat das Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg die Brandschutzeinheit des Landkreises Märkisch–Oderland angefordert. Unter Leitung des stellvertretenden Kreisbrandmeisters Andreas Zwick haben der 1. und 2. Zug der Brandschutzeinheit am 5. Juni den Waldbrand bei Frankenhörde bekämpft. Die eingesetzten Feuerwehren stammten aus der Gemeinde Petershagen Eggersdorf, dem Amt Märkische–Schweiz, der Gemeinde Letschin, Rüdersdorf, Strausberg, Wriezen und Müncheberg. Aus Wriezen waren die Feuerwehrleute Daniel Klammert, Lukas Lindenau und Virginia Schumann beteiligt. Sie ist in der Stadtverwaltung für die Abteilung Brand– und Katastrophenschutz zuständig und selbst aktives Mitglied der Feuerwehr. Und war am Donnerstagnachmittag für ein Gespräch mit dieser Zeitung zu erreichen. Erst in der Nacht war sie vom Einsatz zurückgekehrt.
Frühzeitiger Aufbruch
Um 5 Uhr in der Frühe waren sie nach Teltow–Fläming aufgebrochen. "Vom Sammelpunkt in Vogelsdorf aus ging es dann nach Frankenförde, wo zunächst eine Lagebesprechung stattfand“, berichtet Virginia Schumann. Dort wurden sie und ihre Kollegen dann in verschiedenen Bereichen abgestellt, wie sie sagt, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Lediglich in der Sperrzone, wo Munition den Kampf gegen die Flammen erschwert, flogen Hubschrauber. „Ich danke den Kameraden für ihre Einsatzbereitschaft, wünsche allen Einsatzkräften eine erfolgreiche Brandbekämpfung und hoffe, dass alle unbeschadet zurück kommen“, gab der Wriezener Bürgermeister Karsten Ilm (CDU) den Feuerwehrleuten der Oderbruchstadt noch am Mittwoch mit auf den Weg.
Am folgenden Tag dankte Landrat Gernot Schmidt (SPD) den Einsatzkräften der Brandschutzeinheit des Landkreises Märkisch–Oderland für ihren Einsatz bei Frankenförde mit einer offiziellen Stellungnahme. „Für den gezeigten Einsatz in Teltow–Fläming gilt mein Dank und meine Anerkennung. Es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, dass unser System der gegenseitigen Hilfe und Unterstützung tadellos funktioniert. Der Einsatz unserer Brandschutzeinheit hat gezeigt, dass wir sehr gut aufgestellt sind und wir uns auf die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren im Landkreis verlassen können, ganz gleich ob bei uns vor der Haustür oder zur Unterstützung anderer Landkreise.“ Der stellvertretende Kreisbrandmeister des Landkreises Märkisch–Oderland, Andreas Zwick, fasste darüber hinaus zusammen: „Ich bedanke mich nochmals bei unseren Einsatzkräften aus dem ersten und zweiten Zug. Voller Stolz können wir sagen, dass alle dort, trotz der schwierigen Witterung und Einsatzlage einen ausgezeichneten Job gemacht haben.“
Baldige Alarmierung
Der letzte Einsatz der Brandschutzeinheit war erst im Jahr 2018 zu den Waldbränden in Brandenburg. Dabei ging es auch für die Bad Freienwalder Feuerwehrleute gleich mehrfach nach Treuenbrietzen und Byhlen. Dort sammelten sie wichtige Erfahrungen, die ihnen nun zu Hilfe kommen. Davon geht zumindest der stellvertretende Ortswehrführer, Hauptbrandmeister Christian Höfs, aus. Der „Teamchef ELW“ (Einsatzleitwagen) ist am Mittwoch über den Landkreis vom Innenministerium über den aktuellen Bereitschaftsplan informiert worden, wie er dieser Zeitung berichtete. Dieser sieht vor, ab sofort Einsatzkräfte von Freitag, 12 Uhr, bis Sonnabend, 12 Uhr, bereit zu halten.
„Ich rechne mit einer Alarmierung noch in der Nacht“, sagte Christian Höfs am Donnerstag. Für ihn und seinen Kollegen Danny Rühl gehe es dann gemeinsam mit Feuerwehrleuten aus Müncheberg, Strausberg und Vogelsdorf ins Einsatzgebiet.

