Wiederwahl: Amtsdirektor in Falkenberg-Höhe für zweite Amtszeit vereidigt

Amtsdirektor Holger Horneffer (links) erhält seine Amtsurkunde vom Vorsitzenden des Amtsausschusses Jörg Schromm
Jörn KerckhoffWeitere acht Jahre im Amt
Die Ernennung des Amtsdirektors für die kommenden acht Jahre war nur ein Punkt auf einer sehr langen Tagesordnung, aber ein sehr wesentlicher. Schließlich muss jemand in den nächsten Jahren für die Entscheidungen der Verwaltung geradestehen. Dafür scheint Horneffer bereit zu sein.
Geradestehen musste der alte und neue Amtsdirektor am Montag auch schon für Entscheidungen der Vergangenheit beziehungsweise für deren finanzielle Auswirkungen auf das Amt. Die Entlastung Horneffers für die Haushaltsjahre 2013 bis 2016 stand auf der Tagesordnung. Kämmerin Karin Richter stellte die Ergebnisse der Jahresrechnung für die vier Haushaltsjahre vor. Dabei fiel nur das Jahr 2014 aus dem Rahmen. In der Ergebnisrechnung ergab sich damals ein Minus von gut 10 000 Euro, die Finanzrechnung wies einen Saldo von knapp 124 000 Euro Minus aus. Das Minus in beiden Teilhaushalten sei durch Investitionen erklärbar, so Richter.
In den Jahren 2013, 2015 und 2016 schloss das Amt jeweils in beiden Teilhaushalten mit positiven Ergebnissen ab. Dies seien Rückstellungen für künftige Investitionen erläuterte Holger Horneffer die teilweise sehr deutlichen Überschüsse in der Ergebnisrechnung und im Finanzhaushalt. 2013 waren es zunächst 152 000, die sich 2015 auf 213 000 Euro und im Folgejahr auf bis zu 259 000 Euro steigerten
Verwaltungschef wird einstimmig entlastet
So war es nicht verwunderlich, dass die Mitglieder des Hauptausschusses dem Verwaltungschef des Amtes Falkenberg-Höhe auch für alle vier Haushaltsjahre einstimmig die Entlastung für sein Handeln erteilten.
Einstimmigkeit herrschte auch bei einer Eilentscheidung, die Holger Horneffer und der Vorsitzende des Amtsausschusses, Jörg Schromm, am 24. März getroffen hatten und damit die Zahlung der Elternbeiträge für die Kindertagesstätten in Heckelberg, Freudenberg und Leuenberg für einen Monat aussetzten. Mit diesem Entscheid kam das Amt Falkenberg-Höhe damals sogar dem Landkreis Märkisch-Oderland und dem Land Brandenburg einen Tag zuvor. Inzwischen sei klar, dass die Beiträge auch mindestens für den Mai nicht bezahlt werden müssen, erläuterte Horneffer. Die Entscheidung des Landes über den Juni stehe noch aus. Nach der Wiedereröffnung der Kitas sei der Betrieb in den Einrichtungen des Amtes sehr gut angelaufen, lobte Horneffer die Leitungen und Mitarbeiterinnen.
Auch das Thema der Busverbindungen im Amtsgebiet ist eines, um das sich der Amtsdirektor kümmern muss. Aus verschiedenen Orten des Amts hört man Klagen über zu wenige Busse, die vor allem für die Schüler fahren, um diese in angemessener Zeit an ihre Schulen und wieder nach Hause zu bringen. Ständiges Umsteigen und damit verbundene lange Fahrtzeiten sorgen mancherorts für Unmut. In der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats Kruge/Gersdorf berichtete Ortsbeirätin Susanne Altvater sogar von Familien, die sich deswegen einen Umzug überlegen.
Gespräche mit BBG ernüchternd
Holger Horneffer hatte am Montag auch nur teilweise gute Nachrichten im Gepäck. In Gesprächen mit der Barnimer Busgesellschaft (BBG) wurde ihm zumindest eine bessere Anbindung nach Werneuchen in Aussicht gestellt. Für mehr Busse nach Eberswalde – viele Jugendliche besuchen die weiterführenden Schulen in der Kreisstadt des Barnim – seien laut BBG keine Kapazitäten für mehr Haltestellen und engere Taktung der Busverbindungen vorhanden, teilte der Amtsdirektor mit.