Wildgehege
: Urkunden für die besten Kastaniensammler

Bei der Führung am zweiten Feiertag durch einen Teil der 19 Hektar großen Anlage in Wriezen gab es Lob für fleißige Kinder.
Von
Anett Zimmermann
Wriezen
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Ehrung am zweiten Feiertag: Eckard Peetz überreichte die Urkunden an die besten Kastaniensammler. Rund 30 Besucher waren zur Führung durch das Wildgehege gekommen.

Anett Zimmermann

Kenny Glase aus Bad Freienwalde durfte sich im Anschluss an die traditionelle Weihnachtsführung als Erster über seine Urkunde freuen. 201 Kilogramm Kastanien hat er im Rahmen der diesjährigen Aktion des Wriezener Wildgeheges gesammelt, berichtete Eckard Peetz. Er vertrat den kurzfristig verhinderten Vereinsvorsitzenden und Tierarzt Dr. Wilfried Böttcher und wurde dabei von weiteren Mitgliedern unterstützt.

Während sich Groß und Klein zum Teil bei Glühwein und Kinderpunsch aufwärmten, rief Peetz Rico Woike aus dem Wriezener Ortsteil Schulzendorf nach vorn. 250 Kilogramm standen auf der Urkunde für ihn. Das bedeutete zugleich Platz zwei. Über das beste Ergebnis mit 457 Kilogramm durften sich unterdessen Amelie und Gabrielle Werner freuen, die ebenfalls in der Stadt zu Hause sind. Doch ein kurzes Raunen ging durch die Runde, als Eckard Peetz 1500 Kilogramm als Beitrag der Wriezener DRK–Kita „Freundschaft“ verkündete. Nur Eicheln und Nüsse habe es auch in diesem Jahr wieder nicht gegeben, bedauerte er.

Laut Eberhard Tonne, ebenfalls im Verein aktiv, seien Walnüsse erneut schwarz geworden und letztlich nicht genießbar gewesen. Futterspenden nehme das Wildgehege gern entgegen, sagte er und verwies zugleich darauf, dass damit keine Essensreste gemeint sind. So unterstütze Edeka Hübner zum Beispiel mit Brot und Brötchen sowie Obst und Gemüse. Wer helfen möchte, treffe von Montag bis Freitag zwischen 7.30 und 11.30 Uhr immer jemanden auf dem Wirtschaftshof in der Mahlerstraße an, an Sonnabenden seien Mitglieder oder Helfer nicht ganz so lange da. „Nach Absprache können wir auch vorbeikommen und Futterspenden abholen“, bot Eberhard Tonne an und findet es schade, dass geförderte Stellen und Freiwilligendienste nicht an der selben Stelle verlängert werden können. Ohne Zuschuss der Stadt hätte der Verein das Gehege wohl längst aufgeben müssen.

Auf dem Areal gibt es übrigens auch einen Weihnachtsganter: Augusto. Er sei als Preis bei einem Wettbewerb ausgelobt gewesen, doch der Gewinner habe es nicht übers Herz gebracht, das Tier zu töten, hieß es.

Weitere Informationen im Internet unter www.wildgehege–in–wriezen.info