Zankapfel
: Kosten für Sanierung der Kunersdorfer Trauerhalle gestiegen

Nachdem zunächst 90 000 Euro in den Haushalt gestellt wurden, musste überplanmäßig auf rund 114 000 Euro erhöht werden.
Von
Nadja Voigt
Kunersdorf
Jetzt in der App anhören

Bei der Sanierung: Enrico Oertel von der gleichnamigen Baufirma an der Trauerhalle in Kunersdorf.

Nadja Voigt

Und die gewählten Mitglieder sollten nun darüber abstimmen – beziehungsweise die Eilentscheidung bestätigen. Das taten sie jedoch nicht: Mehrheitlich lehnten sie die vom Bürgermeister und vom Amtsdirektor Karsten Birkholz getroffene Entscheidung ab.

Grund sind die gestiegenen Kosten für das Projekt. Nachdem zunächst 90 000 Euro in den Haushalt gestellt wurden, musste überplanmäßig auf rund 114 000 Euro erhöht werden. Eine Summe, die aus dem Mehrbelastungsausgleich für Straßen refinanziert werden soll. Reiner Labitzke begründete seine Zustimmung damit, dass die Baufirmen ihr Geld für die geleistete Arbeit bekommen sollten. „Ich wollte mir nicht nachsagen lassen, dass wir kein verlässlicher Partner sind“, so der Bürgermeister. „Die Ausgaben sind plausibel, der Zeitpunkt der Bekanntgabe ist es nicht.“

Er zeigte sich unzufrieden mit der Bauplanung und -betreuung und kündigte an, den Planer zur nächsten Sitzung einladen zu wollen. Gemeindevertreterin Ortrun Wegner sagte, ihr sei gar nichts plausibel. „Auch wenn etwas nur vier Wände und ein Dach hat, brauche ich einen Statiker“, sagte sie. Als weitere Kritikpunkte nannte sie die Konterlattung und die Fensterbleche. Warum Abstimmungen dazu nicht im Vorfeld erfolgt seien, wollte Gemeindevertreterin Greetje van Casteren wissen.

Den genauen Werdegang wollen sich die Gemeindevertreter nun noch einmal dezidiert erörtern lassen. Dazu soll das Planungsbüro eingeladen werden und dann Stellung nehmen.