Die Kreisverwaltung Oder-Spree sucht aktuell freiwillige Helfer, die in den von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) betroffenen Gebieten die Fallwildsuche unterstützen. Mario Behnke, Sprecher des Landkreises Oder-Spree, erläutert im Gespräch mit Olaf Gardt, worauf es dabei ankommt.

Warum braucht der Landkreis Unterstützung bei der Fallwildsuche?

Seit gut einem Jahr wird im Landkreis Oder-Spree die Afrikanische Schweinepest bekämpft. Um die Ausbreitung der für alle Schweine, und damit auch der Hausschweine, tödlichen Seuche zu verhindern, ist es wichtig, verendete Tiere rasch aufzuspüren. Dazu werden Drohnen und Suchhunde eingesetzt. Die Jäger, die ihre Reviere bestens kennen, spielen eine wichtige Rolle. Aber um große Areale flächendeckend abzusuchen, sind auch die Suchtrupps unbedingt erforderlich.

Wer kann sich für diese Einsätze melden?

Aus Versicherungsgründen ist ein Mindestalter von 18 Jahren erforderlich. Und dann sind Zuverlässigkeit und Ausdauer wesentliche Voraussetzungen. Wichtig ist, dass die Aufmerksamkeit stets hoch bleibt. Bei der Fallwildsuche handelt es sich nicht um eine gemütliche Herbstwanderung. Es kann mitunter durch unwegsames Gelände gehen und es wird auch gesucht, wenn das Wetter mal nicht perfekt ist. Kleidung und Schuhwerk müssen also entsprechend gewählt werden.

Mario Behnke ist Pressesprecher der Kreisverwaltung Oder-Spree. Er erklärt, warum der Kreis freiwillige Helfer im Kampf gegen die ASP sucht.
Mario Behnke ist Pressesprecher der Kreisverwaltung Oder-Spree. Er erklärt, warum der Kreis freiwillige Helfer im Kampf gegen die ASP sucht.
© Foto: Landkreis Oder-Spree

Welcher Zeitaufwand ist mit der Suche verbunden?

Derzeit sind die Einsätze jeweils mittwochs von 9 bis 15 Uhr geplant. Interessenten können sich für einzelne Tage melden oder auch regelmäßig an den Suchaktionen teilnehmen. Für jeden Einsatz wird eine Aufwandspauschale in Höhe von 60 Euro gezahlt und die Verpflegung wird kostenfrei gestellt, in der Regel als Lunchpaket. Ein Suchtrupp besteht aus rund zehn Personen.

Was passiert, wenn Fallwild oder Kadaverteile von Schweinen gefunden werden?

In einer solchen Situation besteht keine erhöhte Gefahr, denn vom Erreger der ASP geht kein Risiko für den Menschen selbst aus. Suchtrupps werden zudem stets von fachkundigem Personal geführt, dieses ist auch für die Markierung der Fundstelle und die Einleitung der Bergung verantwortlich. Helfer kommen nicht in Kontakt mit möglicherweise infiziertem Wild.

Wie kann ich mich für die Suche anmelden?

Für den Erstkontakt reicht es, per E-Mail an asp.einsatzplanung@l-os.de das Interesse zu bekunden. Wer besondere Voraussetzungen, wie spezielle Ortskenntnisse oder Jagderfahrung mitbringt, sollte dies mitteilen. Natürlich gibt es vor dem Einsatz eine fachkundige Einweisung, Wissenszuwachs ist also auch garantiert. Informationen gibt es zudem auf der Internetseite des Kreises.