Unfall in Rietz-Neuendorf
: Betrunkener Fahrer verletzt Kind – diese Strafen drohen

Ein Bordstein stoppte die Fahrt eines stark alkoholisierten Autofahrers in Groß Rietz, ein dreijähriges Kind wurde bei dem Unfall verletzt. Wie es dem Kind geht und was nun auf den Fahrer zukommt.
Von
Jens Olbrich
Groß Rietz
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Polizist kontrolliert einen Fahrer auf Alkohol: ARCHIV - Wer unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen Rauschmitteln an einem Unfall beteiligt ist, riskiert Leistungskürzungen oder den Verlust verschiedener Versicherungsansprüche. (zu dpa: «Unfall im Rausch: Versicherungen können Leistungen kürzen») Foto: Andreas Arnold/dpa - Honorarfrei nur für Bezieher des Dienstes dpa-Magazin +++ dpa-Magazin +++

Ab einem Wert von 1,1 Promille Blutalkohol wird die Grenze zur absoluten Fahruntüchtigkeit überschritten, dann machen sich Beschuldigte strafbar. (Symbolfoto)

Andreas Arnold/dpa
  • Ein betrunkener Fahrer prallt in Groß Rietz gegen Bordstein, verletzt dabei ein dreijähriges Kind.
  • Der 35-jährige Fahrer hatte 2,37 Promille Alkohol im Blut.
  • Das Kind wurde ins Krankenhaus gebracht, aber die Verletzungen waren leicht.
  • Führerschein des Fahrers eingezogen, er muss sich jetzt rechtlich verantworten.
  • Ermittlungen und hohe Strafen, einschließlich MPU, stehen bevor.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es gibt Grenzwerte für die absolute Fahruntüchtigkeit. Für Autofahrer liegt sie bei 1,1 Promille Blutalkoholgehalt, für Fahrradfahrer bei 1,6 Promille. Wer die Grenzen überschreitet, macht sich strafbar. Laut Auskunft von Pressesprecherin Nele Schröder, Polizeidirektion Ost, spricht man bei körperlichen Ausfallerscheinungen auch schon unterhalb dieser Werte von einer absoluten Fahruntüchtigkeit. Wenn darüber hinaus noch das Leben eines Kindes gefährdet wird, warten auf den Verursacher weitere Strafen.

Ein Zeuge alarmierte am 3. November gegen 13.45 Uhr die Polizei, als er bemerkte, dass ein Fahrzeug gegen einen Bordstein in Groß Rietz, einem Ortsteil der Gemeinde Rietz-Neuendorf, geprallt war. Ein im Wagen befindliches Kind trug dabei Verletzungen davon.

Nach Unfall unter Alkoholeinfluss – so geht es dem Kind

Pressesprecherin Nele Schröder zufolge fiel den alarmierten Beamten der Alkoholgeruch in der Atemluft des 35-jährigen Fahrers auf. Ein erster Test bestätigte den Alkoholkonsum mit einem Ergebnis von immerhin 2,37 Promille.

Zwischenzeitlich gab es bei der jungen Mitfahrerin, einem dreijährigen Mädchen, Entwarnung. Mit einem Rettungswagen sei sie in ein Krankenhaus gebracht worden, teilt Pressesprecherin Nele Schröder mit. Die Verletzungen der Dreijährigen erwiesen sich jedoch von leichterer Natur. Das Kind musste daher nicht weiter im Krankenhaus behandelt werden und wurde im Anschluss in die Obhut Angehöriger übergeben.

Kind bei Unfall verletzt: Polizei ermittelt gegen Fahrer

Dem 35-jährigen Autofahrer sei die Weiterfahrt untersagt worden, erklärt Nele Schröder. Zudem hätte er eine Blutprobe bei einem Arzt abgeben müssen. Der Führerschein des Beschuldigten wurde eingezogen.

Jetzt wird er sich laut Auskunft der Pressestelle Ost juristisch zu verantworten haben. Die Kriminalpolizei der Inspektion Oder-Spree/Frankfurt (Oder) führt die Ermittlungen gegen ihn. Neben hohen finanziellen Strafen und Punkten in Flensburg droht laut Bußgeldkatalog ein längeres Fahrverbot sowie eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU).